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Geschichte des Bundesarchivs

Das Bundesarchiv wurde im Jahr 1952 gegründet. Vorläufer des Bundesarchivs ist das 1919 eingerichtete Reichsarchiv.

1992-2003

NSDAP-Mitgliederkartei Kartei, ehemals verwahrt im Berlin Document Center, 1996

1992

Das Parteiarchiv der SED wird ebenso wie die Archive des FDGB und weiterer Organisationen der DDR zusammen mit ihren Bibliotheken in die "Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv" eingebracht. Sitz der Stiftung ist Berlin.

1994

Das Bundesarchiv übernimmt beim Abzug der Amerikanischen Truppen aus Berlin das Berlin Document Center (BDC) mitsamt der Mitgliederkartei der NSDAP und Personalakten von 62.000 SS-Führern, nachdem es zuvor vollständig verfilmt wurde.

1996

Das Bundesarchiv bezieht mit den Abteilungen Potsdam, dem ehemaligen Berlin Document Center und der Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv die Liegenschaft an der Finckensteinallee in Berlin-Lichterfelde.

1997

Im brandenburgischen Hoppegarten östlich von Berlin wird ein Zwischenarchiv für die obersten Bundesbehörden im Berliner Raum eingerichtet.

1998

Das Bundesarchiv wechselt in den Geschäftsbereich des neu eingerichteten Kulturstaatsministers im Bundeskanzleramt, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien.

1999

Das Lastenausgleichsarchiv in Bayreuth bezieht das um einen Magazinbau erweiterte und umgebaute ehemalige Krankenhaus der Stadt.

2000

Die Unterlagen der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen werden in die neu errichtete Außenstelle Ludwigsburg des Bundesarchivs übernommen.

Die Außenstelle Frankfurt wird aufgelöst. Die bisher dort verwahrte Überlieferung der Zentralorgane des Deutschen Bundes einschließlich der Unterlagen der Deutschen Nationalversammlung von 1848/49 wird zunächst nach Koblenz verlagert und ist inzwischen in Berlin-Lichterfelde benutzbar.

2001

In Hoppegarten wird eine moderne maschinelle Entsäuerungsanlage für vom Zerfall bedrohte Archivalien in den Räumen des Bundesarchivs von einem gewerblichen Unternehmen in Betrieb genommen.

2002

In Hoppegarten wird mit dem Bau eines Bestandserhaltungszentrums mit Spezialmagazinen für die Lagerung von Cellulosenitratfilmen sowie von Werkstätten für Filmbearbeitung, Restaurierung und Konservierung von Archivgut aller Art und für Verfilmung und Digitalisierung begonnen.

Mit einem Festakt in Berlin in Anwesenheit des Bundespräsidenten und mit einer Festveranstaltung in Koblenz feiert das Bundesarchiv sein 50-jähriges Bestehen.

2003

Im Bundeskanzleramt wird die Online-Edition der Kabinettsprotokolle der Bundesregierung der Presse und den Medien vorgestellt.