Skipnavigation

Navigation

Übernahme von Belegexemplaren aus der Filmförderung

Filmförderungsgesetze und -richtlinien der Bundesrepublik Deutschland und einiger Bundesländer sehen die Übergabe einer Archivkopie des geförderten Films an das Bundesarchiv vor. Die digitalen Archivkopien werden im Bundesarchiv auf eigenen, nur intern zugänglichen Serversystemen redundant gespeichert. Eine Nutzung der Filme unterliegt den Bestimmungen des Bundesarchivgesetzes und des Urheberrechts.

Leitfaden zur Übergabe einer Belegkopie

1.) Format

Ihre Belegexemplare nehmen wir in folgenden Formaten entgegen:

A) Kino

  • Digitale Neuproduktion: DCDM (zusätzlich gern unverschlüsseltes DCP InterOp/SMPTE)
  • Digitalisierung von analogem Filmmaterial:
    in 4K (35mm) und 2K (16mm): DCDM (zusätzlich gern unverschlüsseltes DCP InterOp/SMPTE),
    in 2K (35mm): unverschlüsseltes DCP

B) Fernsehen und Internet (z.B. SVOD):

Bei HD-Produktionen:

  • MXF-File (Codec XDCAM HD 422 50MBit/s, MXF OP 1a)

Bei SD-Produktionen:

  • MXF-File (Codec IMX D10 50Mbit/s, MXF OP 1a)

2.) Barrierefreie Fassung

Ob eine barrierefreie Fassung zu Ihrem Film erstellt (und eingelagert) werden muss, ist in Ihrem Fördervertrag festgelegt bzw. kann mit Ihrer Fördereinrichtung abgestimmt werden.
Die barrierefreien Elemente (Audiodeskription und geräuschbeschreibende Untertitel) müssen frei zuschaltbar sein.

3.) Datenträger

  • USB-Festplatte oder USB-Stick (USB 2.0 und höher, Formatierung Windows (FAT 32/NTFS) oder Linux)
  • Daten-BluRay / Daten-DVD

4.) Begleitformular

Mit der Bearbeitung Ihres Films können wir erst nach Eingang des vollständig ausgefüllten Begleitformulars beginnen!

5.) Eingangsbestätigung

Nach der erfolgreichen technischen Plausibilitätsprüfung Ihres Belegexemplars versenden wir die Einlagerungsbestätigung in der Regel innerhalb von vier Wochen unaufgefordert an Ihre im Begleitformular angegebene E-Mail-Adresse.

6.) Transfer auf das bundesarchivinterne Speichersystem

Im Anschluss an die Ausstellung der Eingangsbestätigung transferieren wir Ihren Film schnellstmöglich (i.d.R. innerhalb einiger Monate) auf den internen Speicher und senden Ihnen den Datenträger zurück.
Vorsorglich weisen wir darauf hin, dass das Bundesarchiv lediglich eine technische Prüfung auf Plausibilität der übergebenen Daten durchführt und diese in einem Langzeitspeicher sichert. Die inhaltliche Richtigkeit und Vollständigkeit der übergebenen Daten sehen wir in der Verantwortung des Abgebers.

Die wesentlichen rechtlichen Grundlagen zur Übernahme von Belegkopien geförderter Filme bilden das Bundesarchivgesetz und das Filmförderungsgesetz. Weitere rechtliche Regelungen finden Sie auf den Internetauftritten der Länderförderungen.