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100 Jahre: Erster Reichskongress der Arbeiter- und Soldatenräte in Berlin

„Genossen! Kameraden! Laßt uns schnell, laßt uns einmütig handeln!“

Kalender 16. Dezember 1918

Erster Reichsrätekongress im Preußischen Abgeordnetenhaus in der Berliner Prinz-Albrecht-Straße vom 16. - 21. Dezember 1918. Auf dem Podium von links nach rechts: Max Cohen, Philipp Scheidemann, Otto Landsberg, Hugo Haase, Friedrich Ebert und Emil Barth.

Vom 16. bis 21. Dezember 1918 trat der Reichskongress aller Arbeiter- und Soldatenräte Deutschlands im Preußischen Abgeordnetenhaus zu Berlin zusammen. Eingeladen zu der Delegiertenversammlung hatte der Vollzugsrat der Arbeiter- und Soldatenräte Groß-Berlins, um

die Wahl eines provisorischen Zentralrates der Arbeiter- und Soldatenräte Deutschlands vorzunehmen, die Ausarbeitung eines für alle deutschen Arbeiter- und Soldatenräte maßgebenden Wahlsystems zu übernehmen, Entschließung über die künftige Versammlung zu fassen und zu sonstigen politischen Fragen Stellung zu nehmen

(in: BArch, R 201/3, Stenographischer Bericht des Kongresses, hier wie auch Zitat oben: Einladung zur Delegiertenversammlung vom 23. November 1918 ).

Die wichtigste Entscheidung des Kongresses war die zwischen einer parlamentarischen Demokratie oder einem Rätesystems als Grundlage des Staates. Die überwiegende Zahl der Delegierten war als Anhänger der MSPD der gemäßigten Linken zuzuordnen, was zu einem klaren Votum gegen die Errichtung eines reinen Rätesystems führte.
Der Termin zur Wahl zur Nationalversammlung wurde auf den 19. Januar 1919 festgelegt.

Der auf dem Kongress gewählte Zentralrat sah als Übergangsgremium seine Aufgabe vor allem darin, die Kontrolle über den Rat der Volksbeauftragten auszuüben.

100 Jahre Weimarer Republik beim Bundesarchiv

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