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100 Jahre: Ermordung des bayerischen Ministerpräsidenten Kurt Eisner

Kalender 21. Februar 1919

Kurt Eisner war der erste Ministerpräsident des Freistaates Bayern nach dem Sturz der Monarchie in Bayern.

Er gilt als Anführer der Novemberrevolution in Bayern und rief am 8. November 1918 in München die Republik aus. Seit 1917 war er Mitglied der USPD - zuvor fast 20 Jahre Mitglied der SPD - und arbeitete neben seiner Tätigkeit als Politiker auch als Journalist und Schriftsteller.

Nach der schweren Niederlage der USPD bei der Wahl am 12. Januar 1919 wollte Kurt Eisner am Vormittag des 21. Februar 1919 vor dem Landtag seinen Rücktritt als Ministerpräsident erklären. Auf dem Weg in den Bayerischen Landtag wurde er von dem Studenten und demobilisierten Offizier Anton Graf Arco-Valley erschossen.

In der direkten Folge verübte ein Mitglied des Revolutionären Arbeiterrats aus Rache ein Attentat auf den Vorsitzenden der bayerischen SPD Erhard Auer, der dabei schwer verletzt wurde. Ein weiterer Abgeordneter und ein Offizier starben.

Nach dem Tod Kurt Eisners zerfiel die Regierung des Freistaates. Ein von den Arbeiter- und Soldatenräten eingesetzter Zentralrat sollte die Regierung übernehmen. Doch die Mitglieder der SPD traten bald aus dem Zentralrat aus. Der Rest des Zentralrates beschloss am 7. April 1919 die Errichtung der Münchner Räterepublik.

Alle in der Bildergalerie gezeigten Dokumente stammen aus bereits digitalisierten Akten, die über das Recherchesystem invenio einsehbar sind.

100 Jahre Weimarer Republik beim Bundesarchiv

In den kommenden Wochen stellen wir Ihnen begleitend zu der in Koblenz und Rastatt präsentierten Ausstellung "Weimar - Die erste deutsche Demokratie" auch im Internet ausgewählte Fotos und Dokumente vor, die an die Ereignisse in Deutschland vor 100 Jahren erinnern.
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