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100 Jahre: Urteil im Prozess gegen die Mörder von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht

Kalender 14. Mai 1919

Deckblatt des Urteils im Verfahren des Gerichts des Garde-Kavallerie-Schützen-Korps gegen Otto Runge u.a. [14. Mai 1919]

Die Strafsache "gegen den Husaren Otto Runge und Genossen wegen Ermordung von Dr. Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg“ wurde als militärgerichtlicher Prozess vom 8. - 14. Mai 1919 vor dem Gericht des Garde-Kavallerie-Schützen-Korps verhandelt. Am 8. Mai wurde der Prozess unter dem vorsitzenden Richter Kriegsgerichtsrat Ehrhardt förmlich eröffnet. Bereits am 14. Mai 1919 wurde der Prozess mit einer Verurteilung zu geringen Haftstrafen für Kurt Vogel und Otto Runge und Freispruch aller anderen Tatverdächtigen beendet. Die Verurteilung erfolgte nicht wegen Mordes, sondern u.a. wegen Wachtvergehen bzw. Wachtverbrechen im Felde, versuchtem Totschlag (Runge) und Beiseiteschaffung einer Leiche (Vogel).

Vogel wurde später sogar von dem im Prozess als Beisitzendem beteiligten Wilhelm Canaris, dem späteren Admiral und Chef des Amtes Ausland/Abwehr, von der SS als Mitwisser des 20. Juli ermordet, aus dem Gefängnis befreit.

Der Prozess ist in den Quellen des Bundesarchivs detailliert abgebildet. Die wichtigsten Unterlagen zum Prozess finden sich im Bestand Reichskanzlei (R 43 I/2676 und 2676a - g) und in den Unterlagen des Garde-Kavallerie-Schützen-Korps (in Bestand PH 8-V). Alle genannten Akten sind vollständig digitalisiert.

100 Jahre Weimarer Republik beim Bundesarchiv

In diesem Jahr stellen wir Ihnen begleitend zu der in Koblenz präsentierten Ausstellung "Weimar - Die erste deutsche Demokratie" auch im Internet ausgewählte Fotos und Dokumente vor, die an die Ereignisse in Deutschland vor 100 Jahren erinnern.

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