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40 Jahre: Befreiung der "Landshut"

Kalender 18. Oktober 1977

Fernschreiben aus Mogadischu, 17. Oktober 1977

Mit der Entführung von Arbeitgeberpräsident Hanns-Martin Schleyer erreicht die Terrorwelle im Herbst 1977 ihren Höhepunkt. Die Terroristen fordern die Freilassung von elf Inhaftierten, darunter Andreas Baader und Gudrun Ensslin. Doch die Bundesregierung bleibt hart. Zur Unterstützung der Schleyer-Entführer kidnappen palästinensische Terroristen am 13. Oktober 1977 den Ferienflieger "Landshut". Die Maschine soll planmäßig von Palma de Mallorca nach Frankfurt/Main fliegen. An Bord befinden sich 86 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder. Nach der Ermordung des Flugkapitäns und mehreren Zwischenstopps landet die Maschine dann in Mogadischu (Somalia).

Am 18. Oktober 1977 kurz nach Mitternacht sürmt eine Spezialeinheit des Bundesgrenzschutzes, die GSG 9, mit der Operation Feuerzauber die Maschine und befreit die an Bord befindlichen Geiseln. Dabei werden drei der vier Entführer getötet, ein GSG 9-Mann sowie eine Stewardess verletzt. Nur wenige Minuten später kann dem damaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt der erfolgreiche Abschluss der Operation vermeldet werden.

Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe verüben daraufhin Selbstmord.

Die Entführung und Ermordung von Hanns-Martin Schleyer am 19. Oktober 1977, die Entführung der Lufthansa-Maschine "Landshut" und die Selbstmorde der inhaftierten führenden Mitglieder der ersten Generation der RAF bilden den Schlusspunkt der sogenannten "Offensive 77" der RAF. Der Deutsche Herbst gilt als eine der schwersten Krisen in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.