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Fluchtberichte gesucht

Die Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung sammelt Fluchtgeschichten.

24.11.2017

Öffentlichkeitsarbeit

Sowjetunion, Pillau.- Flüchtlinge mit Gepäck auf Schlitten, Februar 1945

Die Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung führt einen Aufruf zur Sammlung von Zeitzeugenberichten durch. Gesucht werden Fluchtberichte und Lebensgeschichten von Vertriebenen und Geflüchteten für das Archiv ihres künftigen Dokumentationszentrums in Berlin. Dort werden sie dauerhaft aufbewahrt.

Das Dokumentationszentrum wird sich mit dem Thema Flucht und Vertreibung weltweit befassen. Dazu zählt die Geschichte von Millionen Deutschen am Ende des Zweiten Weltkriegs. Heimatverlust ist eine universelle Erfahrung, auch heute sind unzählige Menschen davon betroffen. In diesem Kontext bietet die Stiftung künftig mit Ausstellungen, Veranstaltungen und Recherchemöglichkeiten ein Forum für historisches Lernen.

Neben schriftlichen Berichten über Flucht und Neuanfang sucht die Stiftung Tagebücher, Briefe, Fotos, Zeichnungen, Ausweise und sonstige Dokumente in verschiedensten Sprachen. Der Aufruf richtet sich an alle Menschen, die selbst oder deren Familien Flucht und Vertreibung erlebt haben: z.B. Flüchtlinge der Jugoslawienkriege in den 1990er Jahren, deutsche Vertriebene aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, ihre Kinder und Enkel, oder heutige Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisengebieten.

Die Stiftung freut sich über Nachrichten und Zusendungen an:
Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung
Mauerstraße 83/84
10117 Berlin
E-Mail: geschichten@sfvv.de
Telefon: +49 (0)30 206 29 98-23