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Genealogie ist für breite Schichten der Bevölkerung zum Hobby geworden. Oftmals steht neben der klassischen Ahnenforschung auch der Versuch, Lücken im Familienverband, die durch Kriege, Flucht und Vertreibung entstanden, zu schließen. Das Internet verschafft den Forschenden in vielen Fällen schnellen und unkomplizierten Zugriff auf zahlreiche digitalisierte historische Dokumente. Kommerzielle Unternehmen haben sich auf die Sammlung und online-Stellung aller Arten von personenbezogenen Unterlagen spezialisiert. Ein Archivbesuch ist dennoch in vielen Fällen unabdingbar. Dies gilt auch für die Überlieferung des Kirchlichen Suchdienstes im Bundesarchiv.

Die Heimatortskarteien sind vor allem für Genealogen mit familiären Wurzeln in den ehemaligen deutschen Ostgebieten von Interesse. Sie bilden die Einwohnerverhältnisse in dieser Region zu großen Teilen ab und geben über das Schicksal der Personen Auskunft. Diese personenbezogenen Informationen sind jedoch schützenswerter Natur. Die Nutzung der Archivalien kann daher nur nach den Vorgaben des Bundesarchivgesetzes erfolgen. Dieses gibt Sperrfristen vor, aber auch die Möglichkeit, diese Sperrfristen unter bestimmten Voraussetzungen zu verkürzen und so die Benutzung des Archivgutes zu ermöglichen.