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"Was treiben die Deutschen in Afrika?!" - Deutschland und Kamerun in Fotos und Dokumenten aus dem Bundesarchiv

Gemeinsame Ausstellung von Bundesarchiv und Goethe-Institut jetzt im Bundesarchiv-Lastenausgleichsarchiv in Bayreuth zu sehen

Kalender 20.10.2017 – 16.02.2018

Standort Bayreuth

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Zahltag. Vor dem Paymaster (Zahlmeister) liegen Geldsäcke. Ein schwarzer Clerk registriert die ausbezahlten Beträge, 1938

Afrika – ein Kontinent kriegerischer Auseinandersetzungen und korrupter Politiker, geprägt von Flucht und Vertreibung? Eroberung, Besetzung, Kolonialisierung und Migration sind in der Geschichte von Völkern häufig miteinander verwoben. Das zentrale Lastenausgleichsarchiv des Bundes ist nicht zuletzt ein "Migrationsarchiv", in dem das Vertreibungsgeschehen der deutschen und deutschstämmigen Bevölkerung am Ende des Zweiten Weltkriegs und unmittelbar danach dokumentiert wird. Insofern ist dieser Ort gut geeignet für eine Ausstellung über die Beziehungen zu Staaten mit kolonialer Vergangenheit. Besucher können (Zwangs)Migration als epochenübergreifendes Phänomen begreifen und „rote Fäden“ aufspüren.

Kamerun war von 1884 bis 1916 eine deutsche Kolonie. Das Ende der Kolonialherrschaft bedeutete jedoch nicht das Ende der wechselseitigen Beziehungen. Auch in der Zwischenkriegszeit siedelten hier Deutsche. Die DDR und die Bundesrepublik Deutschland verfolgten unterschiedliche politische Ziele gegenüber der seit 1960 unabhängigen Republik.

Fotografien aus dem Bundesarchiv vermitteln ein Bild von friedlichen, aber auch konfliktbeladenen Begegnungen von deutschen Kaufleuten, Missionaren, Kolonialbeamten, Pflanzern und Politikern mit kamerunischen Bauern, Händlern, Arbeitern, Sultanen und Staatsoberhäuptern. Für die Präsentation in Bayreuth wurden besondere Schriftstücke aus den Beständen des Bundesarchivs ausgewählt wie zum Beispiel der 1885 unterzeichnete "Schutzvertrag" oder das Motiv, das für die Fahne der deutschen Kolonie vorgeschlagen wurde. Die Zeit nach 1949 wird u.a. mit der Bitte einer kamerunischen Befreiungsbewegung um Unterstützung oder dem Staatsbesuch von Bundespräsident Heinrich Lübke belegt.

Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Kamerun entstanden. Ihr Titel ist angelehnt an das Anti-Koloniallied "Was treiben die Deutschen in Afrika?" von 1898.

Der Eintritt ist frei!

Öffnungszeiten

Mo bis Do 8-17 Uhr
Fr 8-15 Uhr