Skipnavigation

Navigation

"Handel im Herzen Europas" (Ausstellungseröffnung)

Gemeinsame Wanderausstellung von Tschechischem Nationalarchiv und Bundesarchiv im Bundesarchiv-Lastenausgleichsarchiv in Bayreuth zu sehen: Eröffnung am 6. März

Kalender 06.03.2018

Uhrzeit 19:00 – 21:00

Standort Bayreuth

Diesen Termin zum eigenen Kalender hinzufügen iCal Termin

Die deutsch-tschechoslowakischen Beziehungen im 20. Jahrhundert sind vielschichtig. Am bekanntesten und am besten erforscht sind die politischen und die militärischen. Weniger intensiv fiel bislang die wirtschaftsgeschichtliche Betrachtung aus, obwohl gerade bei ihr viele volks- und betriebswirtschaftlich motivierte Machtkämpfe zu untersuchen wären. Wichtige Einflussfaktoren lassen sich im 20. Jahrhundert aus der Nachbarschaft und der Größe der Tschechoslowakei, des Deutschen Reichs und seiner Nachfolgestaaten, aus ihrer Einwohnerzahl, politischen Interessen, Prioritäten der Regierungen, Ideologien und ihrer Geschichte ableiten.

In deutschen und tschechischen Archiven befinden sich vielfältige Dokumente amtlichen und privaten Ursprungs, die die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und der Tschechoslowakei in den Jahren 1918 bis 1992 widerspiegeln. Die Ausstellung zeigt nur einige davon: einerseits jene, die den großen Rahmen abstecken, andererseits solche, die wirtschaftliche Alltäglichkeiten aufzeigen.

Der Eintritt zur Eröffnungsveranstaltung und zur Ausstellung ist frei!

Eröffnungsprogramm am 6.3.2018:

18:30 Uhr: Einlass
19:00 Uhr: Begrüßung, Grußwort

Eröffnungsvortrag von PD Dr. Jaromír Balcar (Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin):

Zwischen „Tschechisierung“ und „Germanisierung“? Die deutsch-tschechoslowakischen Wirtschaftsbeziehungen (1918-1945)

Einführung in die Ausstellung (Dr. Pavel Dufek, Tschechisches Nationalarchiv)

Empfang

In seinem Vortrag beleuchtet Jaromír Balcar in einem diachronen Verglich die staatlichen Maßnahmen, die in der Ersten Tschechoslowakischen Republik und im „Protektorat Böhmen und Mähren“ ergriffen wurden, um die Wirtschaft zu „tschechisieren“ bzw. zu „germanisieren“. Vor diesem Hintergrund diskutiert er die Frage, inwieweit die Regierungspolitik in modernen Industriegesellschaften in der Lage war, steuernd in die Wirtschaft einzugreifen, um wirtschaftsnationalistische Ziele zu erreichen.