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Krebs - Eine "Volkskrankheit"

Aus Anlass des Welt-Krebstages, der seit 2007 jährlich am 4. Februar von der Welt-Krebsorganisation ausgerufen wird, werden Dokumente zu den Bemühungen in beiden deutschen Staaten zur Vorsorge und Bekämpfung dieser Krankheit vorgestellt.

  • BRD (ab 1949)
  • DDR (1949-1990)

Hintergrundinformationen

1954 wird von der Staatlichen Plankommission der DDR ein Bericht über den Stand der Bekämpfung der Volkskrankheiten verfasst. Als Volkskrankheit werden definiert "Krankheiten und Krankheitskomplexe die eine große Gefahr für den Bestand des Volkskörpers bedeuten, weil sie die Schaffenskraft der Menschen im besten Lebensalter lähmen, zu frühzeitiger Invalidität oder Tod führen, den Krankenstand erheblich belasten und damit die Arbeitsproduktivität sichtbar herabsetzen."¹ Hierzu gezählt wurden die Tuberkulose, die Geschlechtskrankheiten Syphilis und Gonorrhö, die Geschwulsterkrankungen und die rheumatischen Erkrankungen.

Die Bezeichnung "Volkskrankheit" würde man heute wohl nicht mehr wählen. Fest steht allerdings, dass alle Gruppen der Bevölkerung von dieser Krankheit betroffen sind. Krebs ist nicht nur etwas, das man vom Hörensagen kennt. Viele Menschen haben Erkrankte in der Familie oder im Bekanntenkreis bzw. sind selbst betroffen. Von den derzeit 721 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bundesarchivs mussten sich schon 24 mit dieser Diagnose auseinandersetzen.

Die nachfolgend ausgewählten Dokumente aus Archivbeständen der Abteilungen DDR und Bundesrepublik Deutschland sollen kurze Streiflichter auf die verschiedenen Aspekte werfen, die im Zusammenhang mit dieser Erkrankung stehen.

Michael Hollmann

¹ Bundesarchiv, DE 1 (Staatliche Plankommission der DDR)/17212