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Militärattachés

  • Nationalsozialismus (1933-1945)

Hintergrundinformationen

Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurden 1933 wieder Militärattachés zu den deutschen diplomatischen Vertretungen im Ausland entsandt. Ihre Aufgabe war in erster Linie die Informationsbeschaffung für die Heeresführung, gleichzeitig waren sie die Repräsentanten des deutschen Heeres im Ausland.

Die Dienstanweisung für die Militärattachés vom 13. Februar 1933 bestimmte: "[die Militärattachés haben] sich ein klares Bild und Urteil über die Wehrmacht des Empfangsstaates zu verschaffen. Zu diesem Zweck haben sie einen zutrauenerweckenden Verkehr mit den zuständigen Behörden sowie kameradschaftlichen und geselligen Verkehr mit den in Betracht kommenden Personen zu pflegen, rege an Truppenübungen teilzunehmen, militärische Einrichtungen zu besuchen sowie die Fachliteratur und die Presse zu verfolgen. Über ihre Beobachtungen haben sie nach pflichtgemäßem Ermessen zu berichten." (zitiert nach Manfred Kehrig: Die Wiedereinführung des deutschen militärischen Attachédienstes nach dem Ersten Weltkrieg. Boppard 1966).

Das leider sehr unvollständig erhalten gebliebene Schriftgut der Militärattachés bildet im Bundesarchiv-Militärarchiv den Bestand RH 67. Zu diesem wurde Ende 2003 ein Online-Findbuch erstellt, das in seiner Vorbemerkung eine eingehende Beschreibung der Geschichte des Militärattachédienstes 1933-1945, der Aufgaben der Attachés, der Quellenlage sowie Literaturhinweise bietet.