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Reaktionen in der DDR auf den Volksaufstand in Ungarn 1956

Der Volksaufstand wurde von sowjetischen Truppen niedergeschlagen. Die DDR reagierte in unterschiedlicher Weise auf die schwierigen wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen in Ungarn während und nach der Beendigung der Kämpfe.

  • DDR (1949-1990)

Hintergrundinformationen

Beim Volksaufstand in Ungarn (23. Oktober bis 4. November 1956) erhob sich die ungarische Gesellschaft gegen die sowjetische Besatzung und die Herrschaft der kommunistischen Partei und ihre Politik. Die ungarische Kommunistische Partei ließ auf die Demonstranten schießen. Es bildete sich eine neue Regierung unter Imre Nagy, welche den Austritt Ungarns aus dem Warschauer Vertrag veranlasste, die ungarische Neutralität erklärte und die Rote Armee im Lande zum Abzug aufforderte.

Sowjetische Truppen schlugen daraufhin den Aufstand nieder und besetzten das Parlamentsgebäude. Eine kommunistisch geführte Regierung konstituierte sich am 4. Nov. 1956 unter Janós Kádár. Die Freiheitskämpfe dauerten in verschiedenen Teilen des Landes noch bis Anfang 1957.

Die DDR beteiligte sich nach dem Einmarsch der sowjetischen Truppen daran, die politischen Verhältnisse in Ungarn zu stabilisieren und reagierte in unterschiedlicher Weise. Das Bundesarchiv verwahrt in der Überlieferung aus der DDR einzelne Dokumente, die Beispiele für diese Reaktionen liefern sowie die politische Einschätzung der Ereignisse durch die DDR-Regierung widerspiegeln.

Patrick Frischmuth