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Rastatt

Außenansicht des Hauptflügels des Rastatter Schlosses, Ort der Erinnerungsstätte des Bundesarchivs

Die Außenstelle des Bundesarchivs im Barockschloss von Rastatt ist Sitz der "Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte". Eine Dauerausstellung erinnert an die Geschichte der Freiheitsbewegungen im 19. Jahrhundert und seit 2009 auch an Opposition und Widerstand in der DDR bis zur Friedlichen Revolution 1989.

Dieser historische Ort spielte in der Endphase der Revolution von 1848/49 eine zentrale Rolle: Im Ehrenhof des Schlosses begann am 9. Mai 1849 der Aufstand badischer Soldaten, die sich auf die "Grundrechte des deutschen Volkes" vom Dezember 1848 beriefen und sich zur Verfassung der Paulskirche bekannten. Hier war während der Belagerung Rastatts im Sommer 1849 das Hauptquartier der Freiheitskämpfer und ihre letzte Bastion. Nach ihrer Kapitulation am 23. Juli 1849 standen sie im Ahnensaal des Schlosses vor einem preußischen Standgericht.

Diese Außenstelle des Bundesarchivs versteht sich ganz im Sinne von Heinemann, der die Einrichtung der Erinnerungsstätte 1974 anregte, als "lebendige Stätte der Anschauung und Begegnung". Sie ist ein anerkannter außerschulischer Lernort, der einen wichtigen Beitrag dazu leistet, junge Menschen für die Werte der freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu sensibilisieren. Für Gruppen und Schulklassen werden Führungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten angeboten, für den Unterricht in der Ausstellung stehen verschiedene Arbeitsmaterialien zur Verfügung.

Ein Förderverein unterstützt die Arbeit der Bundesarchiv-Erinnerungsstätte.