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Personen- und Ahnenforschung

Das Archivgut des Bundesarchivs enthält eine große Zahl personenbezogener Unterlagen. Sie können zum Beispiel bei der Klärung von Dienstzeiten und Staatsangehörigkeiten helfen. In begrenztem Maß und zeitlich im Wesentlichen beschränkt auf das 20. Jahrhundert können sie auch für genealogische Recherchen aussagekräftig sein. 

Das Bundesarchiv ist jedoch kein zentrales Personenarchiv. Eine alle Bestände übergreifende einfache Suche nach Namen ist nicht möglich, zumal Sachakten in der Regel nicht nach Namen erschlossen sind, auch wenn sie vielfach personenbezogene Hinweise enthalten.

Zivile oder kirchliche Personenstandsregister verwahrt das Bundesarchiv nicht. Sie befinden sich in der Regel bei Standes- bzw. Pfarrämtern oder Kirchenarchiven. Allgemein empfiehlt es sich, Nachforschungen nach Vorfahren in den Kommunalarchiven oder Staatsarchiven der Regionen zu beginnen, die aufgrund der jeweiligen Geburts- oder Wohnorte naheliegen. Bei der Auswahl des richtigen Archivs hilft die Übersicht im Archivportal-D.

Zu einigen besonders häufig nachgefragten Gebieten der Personenforschung finden Sie in den folgenden Artikeln nähere Hinweise:

Recherche zur NS-Zeit

Personenbezogene Unterlagen militärischer Herkunft bis 1945

Gefangenenakten der DDR

Verbleib von Unterlagen ehemaliger Jugendwerkhöfe der DDR

Hinweis zu Unterlagen aus "Entnazifizierungsverfahren"

In den alliierten Besatzungszonen wurden im Kontext der sogenannten Entnazifizierung seit 1946 zahlreiche Spruchkammerverfahren geführt, in denen sich Deutsche für ihr Verhalten während der NS-Zeit zu verantworten hatten. Die Akten dieser Verfahren befinden sich nicht beim Bundesarchiv, sondern bei dem für den jeweiligen Wohnort der Betroffenen zuständigen Landesarchiv.

Beim Bundesarchiv in Koblenz aufbewahrt wird aber der Bestand Z 42 Spruchgerichte in der Britischen Zone. Die Verfahren dieser Gerichte sind eine Besonderheit der Britischen Besatzungszone. Ihr Ziel war die Aburteilung von Mitgliedern der NS-Organisationen, die vom Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg für verbrecherisch erklärt worden waren.