2.106 (vpa1p): Nr. 105 Vermerk des Staatssekretärs Planck über Telefongespräche mit Ministerialdirigent Doehle am 16. August 1932

Zum Text. Zur Fußnote (erste von 3). Zu den Funktionen. Zum Navigationsmenü. Zum Navigationsbaum

 

Bandbilder:

Das Kabinett von Papen Band 1Das Kabinett von Papen Bild 183-R1230-505Wahllokal in Berlin Bild 102-03497AGöring, Esser und Rauch B 145 Bild-P046294Ausnahmezustand in Berlin während des „Preußenschlages“.Bild 102-13679

Extras:

 

Text

RTF

Nr. 105
Vermerk des Staatssekretärs Planck über Telefongespräche mit Ministerialdirigent Doehle am 16. August 19321

1

Der Vermerk ist datiert vom 19.8.32.

R 43 I/1309, S. 289

[Verhandlungen mit der NSDAP]

Im Auftrage des Herrn Reichspräsidenten rief Ministerialrat Doehle2 am 16. August vormittags an, um mitzuteilen, der Herr Reichspräsident wünschte nicht, daß mit den Nationalsozialisten neue Verhandlungen angebahnt würden, ohne daß er sogleich ins Bild gesetzt würde und Stellung nehmen könne. Der Herr Reichspräsident habe sich erkundigt, ob etwa schon neue Verhandlungen im Gange oder Angebote gemacht worden seien.

2

Doehle war seit 1.7.32 Ministerialdirigent.

Ich erwiderte Herrn Doehle, daß weder bei den Nationalsozialisten noch bei der Reichsregierung Neigung zu weiteren Verhandlungen bestehe3. Selbstverständlich würde der Herr Reichspräsident im Falle eines Beginns solcher Verhandlungen sogleich unterrichtet werden. Bisher seien aber keinerlei Fühlungnahmen irgendwelcher Art erfolgt.

3

Vgl. dazu Dok. Nr. 104, P. 1.

Herr Doehle teilte nach Ablauf einer halben Stunde mit, daß der Herr Reichspräsident sich über diese Mitteilung sehr beruhigt gezeigt habe.

Pl[anck]

Extras (Fußzeile):