1.39.9 (vpa2p): 9. Mitteilungen des Reichswehrministers.

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Das Kabinett von Papen Band 2Das Kabinett von Papen Bild 183-R1230-505Wahllokal in Berlin Bild 102-03497AGöring, Esser und Rauch B 145 Bild-P046294Ausnahmezustand in Berlin während des „Preußenschlages“.Bild 102-13679

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9. Mitteilungen des Reichswehrministers.

Der Reichswehrminister berichtete über die Entwicklung und über den jetzigen Stand der Frage der Reichsverteidigung35. Er beantragte folgenden Kabinettsbeschluß:

35

In den Reichskanzleiakten hierzu nichts ermittelt. Zur Reichsverteidigungs- und Aufrüstungsplanung der Reichswehrführung vgl. Wohlfeil, Heer und Republik, in: Handbuch zur deutschen Militärgeschichte, Bd. VI, S. 194 ff.; Geyer, Aufrüstung oder Sicherheit, S. 213 ff..

Der Reichswehrminister trägt die Verantwortung für die Reichsverteidigung.

Alle Reichs- und Landesbehörden haben die Pflicht, ihn bei seinen Maßnahmen für die Reichsverteidigung zu unterstützen36.

36

Über diesen Kabinettsbeschluß unterrichtete LegR a. D. Lersner im Auftrage der Rkei diejenigen Landesregierungen, bei denen er seit Anfang September 1932 als „besonderer Vertrauensmann der Reichsregierung“ beglaubigt war (vgl. Anm 6 zu Dok. Nr. 85). In seinen diesbez. Berichten an den RK, in denen Einzelheiten über Form und Inhalt der Unterrichtung nicht enthalten sind, heißt es u. a.: 1) Bericht vom 27. 10. über eine Besprechung mit dem Sächs. MinPräs. Schieck: „Militärischer Auftrag zu voller Zufriedenheit erledigt.“ 2) Bericht vom 28. 10. über eine Besprechung mit dem Württ. FM Dehlinger: „Nach eingehender Aussprache mit dem Wehrkreisbefehlshaber Generalleutnant Liebmann empfing mich in Vertretung des verreisten Staatspräsidenten Bolz Finanzminister Dehlinger. General Liebmann hatte geraten, daß ich Dehlinger keine Mitteilung von dem neuen militärischen Kabinettsbeschluß machen, sondern dies lieber Bolz am Montag, d. 31. 10., hier vortragen solle.“ 3) Bericht vom 29. 10. über eine Besprechung mit dem Bad. StPräs. Schmitt: „Auch Staatspräsident Schmitt versprach den militärischen Stellen in der militärischen Angelegenheit volle Hilfe. Er wird seinem Kabinett erst Mitteilung vertraulich machen, wenn Generallt. Liebmann bei ihm war.“ 4) Bericht vom 31. 10. über eine Besprechung mit dem Württ. StPräs. Bolz: „Mit Bolz ging die militärische Sache sehr gut.“ (R 43 I/2331, Bl. 85–90).

[778] Das Reichskabinett beschloß gemäß dem Antrage des Reichswehrministers.

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