2.109.1 (bru1p): 1. Außerhalb der Tagesordnung: Deutsch-finnische Handelsvertragsverhandlungen.

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1. Außerhalb der Tagesordnung: Deutsch-finnische Handelsvertragsverhandlungen.

Staatssekretär Dr. Trendelenburg trug vor, daß zwischen dem Reichskanzler und den zuständigen Reichsministern eine Vereinbarung darüber erzielt worden sei, den finnischen Wünschen etwas entgegen zu kommen. Man wolle nunmehr den Finnen für drei Jahre ein Butterkontingent von 5000 t zu einem Zollsatz von 50 M anbieten, für die folgenden Jahre dasselbe Kontingent bei einem Zollsatz von 40 M. Das jährliche Käsekontingent solle 2500 t betragen. Der Vertrag solle auf unbestimmte Zeit geschlossen werden und das erstemal nach 2½ Jahren mit sechsmonatiger Frist kündbar sein.

Ferner werde Ministerialdirektor Dr. Ritter eine Halbierung des bisherigen Zolles für Rentierfleisch und eine Herabsetzung des Zolls für Birkensperrholz von bisher 8 auf 7,50 M anbieten.

Das Reichskabinett nahm hiervon Kenntnis1.

1

WTB Nr. 1721 meldete am 29.8.30, daß am Abend des 28. 8. der dt.-finnische Handelsvertragsentw. unterzeichnet worden sei (R 43 I/1093, Bl. 102; vgl. auch DAZ Nr. 401–402 vom 30.8.30). Der vom AA am 18.9.30 vorgelegte GesEntw. über den Handelsvertrag (R 43 I/1093, Bl. 115–119) wurde vom Kabinett im Umlaufverfahren gebilligt (Vermerk vom 24. 9. in R 43 I/1093, Bl. 120).

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