2.103.4 (bru1p): Anlage:

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RTF

Anlage:

R 43 I/1446, Bl. 44

1.

Konzentrierung der Pressebearbeitung bei der Presseabteilung der Reichsregierung. Begründung hierfür: die enge Verbindung der Presseabteilung mit der deutschen Presse und mit den einzelnen Journalisten, Ausnutzung der technischen Möglichkeiten. Regelung intern beim Referat J.

2.

Einrichtung eines Korrespondenzbüros für die Monate August und September unter Besetzung von zwei Journalisten und einer Stenotypistin. Räume stehen in der Presseabteilung zur Verfügung. Nach außen müßte das Büro mit der Mauerstraße firmiert werden.

3.

Dieses Büro hat – wie seinerzeit FOKO beim Volksbegehren6 – die hinter dem Brüningblock stehenden Korrespondenzen und Zeitungen täglich mit Material zu versehen.

4.

Das Material haben sich die Journalisten zum Teil selbst zu beschaffen, teils wird es ihnen die Pressestelle zur Bearbeitung zuleiten. Die Presseabteilung steht hierüber mit den einzelnen Ministerien in Verbindung.

5.

Dazu ist es notwendig, daß in jedem Ministerium ein Referent – nach Möglichkeit der Pressereferent – beauftragt wird, die Verbindung mit der Presseabteilung zu halten und auf deren Anforderung das Material seines Ministeriums umgehend zusammenzustellen.

6.

Die Tätigkeit dieses Korrespondenzbüros besteht nicht nur darin, auf Angriffe gegen die Regierungspolitik zu erwidern, sondern auch von sich aus objektives Material zu verbreiten.

7.

Die Kosten dieses Büros sind aus dem Wahlfonds des Reichsministeriums des Innern zu bestreiten.

8.

[383] Man darf sich dabei nicht die Schwierigkeiten verhehlen, daß über gewisse Fragen eine einheitliche Pressepolitik nicht möglich ist. Wo Differenzen zwischen den Ressorts in der Behandlung der einzelnen Fragen auftreten, ist die Reichskanzlei entscheidend.

6

Der Pressechef der RReg. hatte im September 1929 ein Büro eingerichtet, das durch die Verteilung von Materialien an die Zeitungen der Propaganda des „Reichsausschusses für das deutsche Volksbegehren“ entgegenwirken und für die Ergebnisse der Haager Konferenzen eintreten sollte. Die Abkürzung FOKO ist aus den Namen der beiden Journalisten Forthman (Z) und Koch (DVP), die dieses Büro geleitet hatten, gebildet worden (Aufzeichnung des MinDir. Zechlin vom 16.9.30, R 43 I/298, Bl. 22–23; vgl. auch diese Edition, Das Kabinett Müller II, Dok. Nr. 299, Anm. 1).

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