2.135.9 (bau1p): 9. Fall Sklarz.

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9. Fall Sklarz.

Der Reichskanzler verliest ein Schreiben des Reichspräsidenten zum Fall Sklarz10.

10

Privatdienstschreiben des RPräs. an den RK, 2.12.19; R 43 I/1239, Bl. 63 f. – Die Brüder Sklarz hatten während des Weltkriegs den Reichsbehörden Wege erschlossen, auf denen unter Umgehung der Entente-Blockade Lebensmittel und Rohstoffe aus Skandinavien nach Dtld. gelangten. Ihre Beziehungen zu Regierungskreisen und Behörden überdauerten die Revolutionszeit. So hatte Georg Sklarz mit von Ebert und Scheidemann unterzeichneten Vollmachten die an der Jahreswende 1918/19 zum Schutz des Regierungsviertels eingesetzten Truppen aus eigenen Mitteln vorschußweise besoldet und verpflegt. Als im November 1919 unseriöse Geschäftspraktiken und Transaktionen der Brüder Sklarz wahrscheinlich von SPD- und USPD-Anhängern aufgedeckt wurden, schienen auch führende Sozialdemokraten, namentlich Ebert, Scheidemann und Noske, durch den sich anbahnenden Skandal kompromittiert. Vom SPD-Parteiausschuß wird ein Untersuchungsausschuß eingesetzt; von der Staatsanwaltschaft beim Landgericht Berlin wird ein Ermittlungsverfahren gegen Georg Sklarz eingeleitet (Materialien zum Fall Sklarz in: R 43 I/1239).

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