2.176.1 (bau1p): 1. Kommission zur Verhandlung über die Ablieferung der Handelsflotte.

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1. Kommission zur Verhandlung über die Ablieferung der Handelsflotte1.

1

Die Abgabe des überwiegenden Teils der dt. Handels-, Fischerei- und Binnenschiffahrtsflotte sowie Auflagen über Pflichtneubauten waren in Anl. III zu Art. 236 VV enthalten. Um die Ausführung der Bestimmungen in die Wege zu leiten und evtl. eine Minderung der dt. Leistungspflicht zu erreichen, sollte eine Schiffahrtskommission unter Leitung von GehLegR Seeliger vom AA zu Verhandlungen mit der all. Repko nach London reisen.

Reichsminister Koch und Ministerialdirektor v[on] Jonquières trugen die Wünsche der Bremer und Hamburger Reeder usw. auf Einstellung ihrer Vertreter in die Kommission vor; durch die Sachverständigen des [Norddeutschen] Lloyd und der Hapag fühlten sie sich nicht genug vertreten2. Nach längerer Aussprache wird beschlossen: Von einer sofortigen Mitsendung muß schon deswegen Abstand genommen werden, weil bis zur Abreise der Kommission die Formalitäten (Paß usw.) für weitere Vertreter nicht zu erfüllen sind. Dagegen wird in Aussicht genommen, weitere Vertreter nachzusenden, sobald feststeht, daß die Unterkunftsverhältnisse geregelt sind. Die Nachsendung soll in der Eigenschaft als vollgültige Kommissionsmitglieder geschehen3.

2

Materialien dazu in: R 43 I/13. – RIM Koch schrieb am 26. 2. an den RK und den RAM u. a.: „Soviel ich übersehe, muß ich fürchten, daß die Reeder aus dieser Angelegenheit eine cause célèbre machen werden, die geeignet ist, uns in den Hansestädten, in denen die Regierungsanschauung verhältnismäßig viel Boden habe, empfindlich zu schaden“ (R 43 I/13, Bl. 275).

3

Am 28. 2. reist eine 21köpfige Schiffahrtskommission nach London ab. Sie übergibt am 6. 3. ein Memorandum über die von Dtld. geforderten Abminderungen bei der Ablieferung der dt. Handelsflotte, das am 31. 3. von der Repko ablehnend beschieden wird (Schultheß 1920, I, S. 30; II, S. 324). – Zum Fortgang s. Dok. Nr. 178, P. 2 sowie in dieser Edition: Das Kabinett Müller I, Dok. Nr. 30, P. 1.

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