2.26.9 (bau1p): 9. [Reichsreformbestrebungen.]

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9. [Reichsreformbestrebungen.]

Der Ministerpräsident berichtet über Besprechungen mit den Vertretern Preußens, Bayerns, Badens und Hessens über die Bestrebungen zur Bildung neuer Staaten innerhalb des Reichs16. Die Reichsregierung wird von sich aus ohne Zustimmung des in Frage kommenden Bundesstaates keine <Neubildungs>bestrebungen unterstützen17. Im Reichsministerium des Innern wird eine <Besprechung> mit den Vertretern der Bundesstaaten zur <Klärung> dieser Bestrebungen und zur Aussprache darüber <stattfinden>18.

16

Siehe Dok. Nr. 26.

17

Am 15. 7. teilt UStS Albert dem RPräs. mit, daß Preußen und Bayern die Abtretung von Gebietsteilen zugunsten eines in der vorgenannten Besprechung zur Debatte stehenden Großhessens entschieden ablehnten, während Baden sowie Oldenburg – für Birkenfeld – „sich vorläufig unbeteiligt“ erklärt hätten. „Die Angelegenheit wird daher auf sich beruhen bleiben“ (R 43 I/2271, Bl. 39).

18

Anstelle der in spitze Klammern gesetzten Worte standen im ursprünglichen Text des Protokolls die dann aus nicht ersichtlichen Gründen gestrichenen Worte – der Reihe nach: Loslösungs-, ständige Konferenz, Verfolgung, eingerichtet. Ein Mandat zur Einrichtung einer ständigen Konferenz erteilt die NatVers. dem RIM am 22. Juli. Initiativen zur Neugliederung des Reiches werden von der RReg. jedoch erst wieder im Januar 1920 entwickelt (s. Dok. Nr. 145). Über die Schaffung einer „Zentralstelle für Umbildung der deutschen Länder“ berät das RKab. am 8.4.20 (s. diese Edition: Das Kabinett Müller I, Dok. Nr. 24, P. 11).

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