2.7.4 (bau1p): 4. [Senkung der Lebensmittelpreise.]

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Das Kabinett BauerKabinett Bauer Bild 183-R00549Spiegelsaal Versailles B 145 Bild-F051656-1395Gustav Noske mit General von Lüttwitz Bild 183-1989-0718-501Hermann EhrhardtBild 146-1971-037-42

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4. [Senkung der Lebensmittelpreise.]

Der Reichsernährungsminister berichtet über das Ergebnis der Beratungen zur Senkung der Lebensmittelpreise8. Das Kabinett ist einverstanden und ersucht den Minister, die Zustimmung der Bundesstaaten so schnell wie möglich herbeizuführen9.

8

Zum Zusammenhang s. Dok. Nr. 5, P. 1. – Da ein Protokoll der Ressortbesprechungen nicht vorliegt, ist das Beratungsergebnis ersatzweise einer Aufzeichnung über die Sitzung des Vorstandes des REMin. vom 11. 7. zu entnehmen. Danach soll die PrStReg. im Einvernehmen mit der RReg. den Eisenbahnerorganisationen eine zunächst auf drei Monate befristete allgemeine Verbilligung der Auslandslebensmittel zusagen. Die Kosten der auf ca. 1,5 Mrd M geschätzten Zuschüsse sollen zu je einem Drittel vom Reich, den Ländern und den Kommunalverbänden getragen und gegenseitig verrechnet bzw. ersetzt werden (R 43 I/1255, Bl. 56–68). Einen Überblick über die Wirkung der Verbilligungsaktion gibt der RWiM in einem Schreiben an den UStSRkei vom 18. 9. Danach werden die Abgabepreise der Reichsstellen pro Kilogramm bei eingeführtem Mehl von 4 auf 1,30 M, bei Speck von 16 auf 6,80 M, bei Reis von 4 auf 3,50 M, bei Hülsenfrüchten von 3,50 auf 2 M, bei Speisefett von 11 auf 9 M, bei Fleisch von 15 auf 7,80 M und bei Kartoffeln von 60 bzw. 80 auf 20 bzw. 30 Pfennige herabgesetzt (R 43 I/1266, Bl. 271–273).

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Nach dem in der Sitzung im REMin. gemachten Angaben haben bis zum 11. 7. Bayern, Gotha, Oldenburg und Hamburg sowie der Dt. Städtetag ihre Ausschaltung aus den Verhandlungen gerügt und Einspruch gegen die vorgesehene Drittelung der Verbilligungslasten eingelegt. Weitere Materialien in: R 43 I/1266. – Zum Fortgang s. Dok. Nr. 68, P. 6 und Dok. Nr. 171, P. 4.

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