2.242.1 (cun1p): [Stützung der Mark]

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Das Kabinett Cuno Wilhelm Cuno Bild 183-1982-0092-007Französischer Posten Bild 183-R43432Posten an der Grenze des besetzten Gebietes Bild 102-09903Käuferschlange vor Lebensmittelgeschäft Bild 146-1971-109-42

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RTF

[Stützung der Mark]

Ergebnis: Es besteht Übereinstimmung, daß die Reichsbank einen Betrag bis zu 50 Millionen Goldmark zur Stützung des Markkurses zur Verfügung[725] stellt1. Der Betrag wird zunächst den Devisen entnommen, die aus der Wirtschaft für die Ernährungszwecke nach den mit dem Reichsverband der deutschen Industrie, mit Banken und Handel getroffenen Vereinbarungen eingehen2. Was hieran zu dem notwendigen Betrage fehlt, wird durch Gold der Reichsbank gedeckt werden. Die Reichsregierung verpflichtet sich, der Reichsbank hierfür binnen 14 Tagen Ersatz aus neuen Deviseneingängen zu leisten, die aus der deutschen Wirtschaft von der Reichsregierung erholt werden. Die Stützungsaktion wird in Fühlung mit der Reichsbank von den Herren Bergmann und Henrich als Vertrauensmännern des Reichskanzlers vorgenommen.

1

Die Notwendigkeit einer erneuten Markstützung ergab sich aus dem rapiden Markverfall nach Aufhebung des Deviseneinheitskurses am 4. 8. (s. Anm. 2 und 3 zu Dok. Nr. 239). Der Abg. Müller tritt zudem am 9. 8. vor dem RT nachdrücklich für eine neue Stützungsaktion ein (RT-Bd. 361, S. 11769 ).

2

Vgl. die Besprechung mit Wirtschaftsführern vom 3.8.23 (Dok. Nr. 237).

Exzellenz Havenstein bestätigt eine Stunde später, daß das Reichsbankdirektorium das Ergebnis der Besprechung, soweit es an ihm liege, gebilligt habe3.

3

Mit Schreiben vom 9. 8. bestätigt das Rbk-Direktorium seine Zustimmung und fügt hinzu, „daß wir unsererseits das zur Ausführung der Stützungsaktion Erforderliche bereits in die Wege geleitet haben.“ (R 43 I/2446, Bl. 119).

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