2.7 (cun1p): Nr. 7 Kabinettssitzung vom 27. November 1922, 18 Uhr

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Das Kabinett Cuno Wilhelm Cuno Bild 183-1982-0092-007Französischer Posten Bild 183-R43432Posten an der Grenze des besetzten Gebietes Bild 102-09903Käuferschlange vor Lebensmittelgeschäft Bild 146-1971-109-42

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[18] Nr. 7
Kabinettssitzung vom 27. November 1922, 18 Uhr

R 43 I/1381, Bl. 82 f.

Anwesend: Cuno, v. Rosenberg1, Oeser, Hermes, Becker, Albert, Brauns, Geßler, Heinze, Groener; StS Hamm, Brugger, Teucke, Müller, Geib, Heinrici, v. Haniel, Schroeder, Göhre; MinDir. Popitz; MinR Krüger, Zarden, Wever, Kempner, v. Bornstedt; Geh.LegR Schmidt-Elskop2; RegR v. Stockhausen; Protokoll: ORegR Offermann.

1

v. Rosenberg, der bisherige Gesandte in Kopenhagen, war als letzter Minister ernannt worden und hatte seine Ernennungsurkunde erst am 22. 11. abends erhalten, nachdem bis zuletzt noch die Botschafter Sthamer und v. Bergen in der Presse als mögliche RAM genannt wurden.

2

In dieser und den folgenden Kabinettssitzungen bis zum 12.1.23 nimmt Schmidt-Elskop die Funktion des Pressechefs der RReg. wahr, nachdem der bisherige Pressechef, MinDir. Oskar Müller, zugleich mit dem Kabinett Wirth zurückgetreten war. Die Neubesetzung der Pressestelle gestaltet sich schwierig, zumal der Reichsverband der deutschen Presse auf sein Ersuchen hin von der RReg. zur Beratung hinzugezogen wird. Am 16. 12. kommt es in der Pressekonferenz zu einer lebhaften Debatte, in deren Verlauf Herr Feihl von der ‚Kölnischen Zeitung‘ u. a. ausführt: „Nicht nur von einer Seite, sondern von mindestens zehn Seiten wurde mir gesagt – ich weiß nicht, ob der Eindruck zutrifft, ich würde es bedauern –, daß die Stelle des Pressechefs feil geboten würde wie saures Bier.“ (Protokoll der Pressekonferenz in R 43 I/1774, Bl. 99-110). Schließlich wird MinDir. Heilbron am 12.1.23 zum Pressechef ernannt (vgl. Anm. 3 zu Dok. Nr. 45).

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