2.86.2 (cun1p): 2) Messe in Köln.

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Das Kabinett Cuno Wilhelm Cuno Bild 183-1982-0092-007Französischer Posten Bild 183-R43432Posten an der Grenze des besetzten Gebietes Bild 102-09903Käuferschlange vor Lebensmittelgeschäft Bild 146-1971-109-42

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2) Messe in Köln.

Der Preußische Ministerpräsident bittet, zu der Messe offiziell keinen Zuschuß zu gewähren, da sonst sämtliche andere Messen an Preußen und das Reich herantreten würden, um ebenfalls Zuschüsse zu erbitten, die dann aus Gründen der Gleichberechtigung gewährt werden müßten6. Die Unterstützung, die unter Berücksichtigung der augenblicklichen politischen Verhältnisse für Köln nicht gerechtfertigt sei, dürfe keineswegs als Messeunterstützung gewährt werden, sondern in irgendeiner anderen Form der Stadt Köln.

6

Der PrMinPräs. hatte am 14. 2. die preußischen Bedenken dem RK mitgeteilt und ein entspr. Schreiben des PrHandM Siering vom 5. 2. beigefügt (R 43 I/1179, Bl. 248-250).

Ganz allgemein bittet er, daß die Reichsregierung, falls in Zukunft seitens des Reiches Mittel unter der Bedingung einer Beteiligung Preußens bewilligt würden, stets vorher die Zustimmung des Preußischen Staatsministeriums einhole7.

7

Der PrHandM hatte in seinem Schreiben den bekannt gewordenen Kabinettsbeschluß vom 12. 1. (Dok. Nr. 41, P. 12) als untragbar für das PrStMin. zurückgewiesen, „weil er zu einer Wiederbelebung des gesamten, glücklicherweise endlich zur Ruhe gekommenen Problems der Messeunterstützung führen muß und weil er die Verantwortung für die eventuelle Ablehnung der Unterstützung dem PrStMin. zuschiebt.“ (R 43 I/1179, Bl. 249 f.).

Den Ausführungen des Herrn Preußischen Ministerpräsidenten stimmte das Kabinett zu. <Es soll keine Unterstützung für die Messe gegeben werden, sondern es soll in anderer Form der Stadt Köln aus den Mitteln des Staatssekretärs für die besetzten Gebiete eine Zuwendung gemacht werden8.>

8

Dieser Satz ist handschriftlich von StS Hamm angefügt worden. Er entspricht dem Vorschlag Wevers vom 26. 2., der eine Summe von 8 Mio M nennt (R 43 I/1179, Bl. 261). Tatsächlich kommt die Kölner Messe wegen der politischen Verhältnisse gar nicht zustande.

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