2.80.3 (lut1p): 3. Aufwertungsfrage.

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Die Kabinette Luther I und II (1925/26), Band 1.Das Kabinett Luther I Bild 102-02064Reichspräsident Friedrich Ebert verstorben Bild 102-01129Hindenburgkopf Bild 146-1986-107-32AStresemann, Chamberlain, Briand Bild 183-R03618

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3. Aufwertungsfrage.

Der Reichsminister der Finanzen teilte mit, daß die Gefahr selbständigen Vorgehens einzelner Parteien in der Aufwertungsfrage wieder akut geworden sei. Es sei daher notwendig geworden, die Parteien nochmals an die Abmachungen zu erinnern, die bezüglich der Behandlung der wesentlichsten Punkte der Regierungsvorlage mit der Regierung getroffen worden seien8.

8

S. Dok. Nr. 61.

Der Reichskanzler erklärte sich bereit, erneut mit den Parteien Fühlung zu nehmen. Er bat, mit Rücksicht darauf, daß es vor Freitagmittag nicht möglich sei, darauf hinzuwirken, daß bis dahin ein Vorgehen der Parteien nicht stattfinde.

Es wurde beschlossen, die Regierungsparteien Freitag, den 8. Mai, mittags 12 Uhr im Reichstag zu einer Besprechung der Aufwertungsfrage einzuladen9.

9

Über das Ergebnis dieser Besprechung, an der am 8. 5. Vertreter von DNVP, Zentrum, DVP, BVP und WV teilnehmen, vermerkt MinR Wachsmann unter dem 9. 5.: Es sei beschlossen worden, daß jede Partei für sich eine schriftliche Erklärung abgeben werde, in der ihre grundsätzliche Übereinstimmung mit den beiden Aufwertungsvorlagen der RReg. (s. RT-Drucks. Nr. 804 und 805, Bd. 400 ) zum Ausdruck kommen solle (s. dazu weiter Dok. Nr. 86). Außerdem habe der Abg. Hergt eine Zusammenstellung von Grundzügen überreicht, nach denen die Regierungsparteien die Aufwertungsvorlagen der RReg. abzuändern wünschten. Seitens der Reg. sei in der Besprechung hierzu nicht Stellung genommen, sondern erklärt worden, das Kabinett werde die Änderungswünsche in einer Sitzung am 9. 5. eingehend beraten (R 43 I/2456, Bl. 103 f.). S. dazu weiter Dok. Nr. 82.

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