2.156 (ma11p): Nr. 156 Besprechung mit Arbeitnehmervertretern des Ruhrbergbaues. 27. März 1924, 15.30 Uhr

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[496] Nr. 156
Besprechung mit Arbeitnehmervertretern des Ruhrbergbaues. 27. März 1924, 15.30 Uhr1

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In einem Schreiben vom 18. 3., das der Verband der Bergarbeiter, der Gewerkverein Christl. Bergarbeiter und der Hirsch-Dunckersche Gewerkverein an den RK richteten, heißt es: Der Micumvertrag des Ruhrbergbaues vom 23.11.23 habe auch für die Arbeiterschaft ernste Auswirkungen gehabt. Die Bergarbeiterlöhne seien seitdem mehrfach erheblich herabgesetzt, die Arbeitszeit sei durch das Mehrarbeitsabkommen vom 29.11.23 verlängert worden. Trotzdem hätten sich die Lebenshaltungskosten erhöht. „Es ist allgemeine Auffassung in Arbeitnehmerkreisen, daß die Bergarbeiter des besetzten Gebiets, vor allem des Ruhrgebiets, die Lasten fast restlos zu tragen haben, die auf Grund der Micumverträge dem Bergbau im hiesigen Gebiet entstehen. Die Stimmung in Arbeitnehmerkreisen ist in letzter Zeit immer verzweifelter geworden.“ Die Gewerkschaftsorganisationen ersuchen den RK um eine Aussprache in dieser Angelegenheit (R 43 I/454, Bl. 79-81). Daraufhin erfolgte durch die Rkei eine Einladung zur obigen Besprechung.

R 43 I/454, Bl. 96

Anwesend: Marx, Jarres, Luther, Brauns, Hamm; StS Müller; MinDir. Spiecker, Kempner; Gesandter Ritter; MinR Kastl, Poerschke, Jaffé, Claußen, Amelunxen, Bauknecht, Brecht, Fellinger, Reichardt, Kralik; ORegR Berger, Elfgen, Schalfejew;

Verband der Bergarbeiter: Janschek, Schmidt, Meier (ein Name unleserlich); Gesamtverband der christl. Gewerkschaften: Baltrusch; Gewerkverein christl. Bergarbeiter: Steger; Hirsch-Dunckersche Gewerkvereine: Schmidt, Leistenschneider; Protokoll: ORegR Grävell.

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