2.189.10 (ma11p): 10. Außerhalb der Tagesordnung: Stellungnahme des Wirtschaftsausschusses der besetzten Gebiete zum Sachverständigen-Gutachten.

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10. Außerhalb der Tagesordnung: Stellungnahme des Wirtschaftsausschusses der besetzten Gebiete zum Sachverständigen-Gutachten.

Der Reichspostminister berichtete über die Beschlüsse des Wirtschaftsausschusses für die besetzten Gebiete zum Sachverständigen-Gutachten13.

13

Der Vorstand des Wirtschaftsausschusses für das besetzte Gebiet nahm am 1. 5. unter Vorsitz Louis Hagens eine Entschließung an, die Hagen mit Schreiben vom 2. 5. dem RK übermittelt. In der Entschließung heißt es: Der Vorstand des Wirtschaftsausschusses stimme dem Entschluß der RReg. zu, das Gutachten als geeignete Grundlage für Verhandlungen zu erklären (vgl. Dok. Nr. 177, Anm. 6). Zwar werde die dt. Wirtschaft „in fast unerträglicher Weise belastet“. Jedoch: „Für das Ziel der endlichen Befreiung der dt. Wirtschaft aus den ihr im besetzten Gebiet angelegten unerträglichen Fesseln und den sie jetzt schwer belastenden Krisen muß der ernste Versuch gemacht werden, den im Sachverständigengutachten geforderten außerordentlichen Preis zu erbringen“. Dem Gutachten entsprechend müsse die Hoheit des Reichs im besetzten Gebiet wiederhergestellt, das Ruhrgebiet und der Brückenkopf Düsseldorf-Duisburg müßten geräumt werden. Nicht angetastet werden dürfe die Tarifhoheit Deutschlands in einem einheitlichen dt. Eisenbahnnetz (R 43 I/41, Bl. 254-257; hier und in R 43 I/42 befinden sich weitere Stellungnahmen von Wirtschaftsverbänden zum Sachverständigen-Gutachten).

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