2.197.7 (ma11p): 7. Außerhalb der Tagesordnung: Frage aus dem Reparationsproblem.

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7. Außerhalb der Tagesordnung: Frage aus dem Reparationsproblem.

Der Reichsminister der Finanzen teilte mit, er habe gestern ein Telegramm aus Paris von Ministerialdirektor Ruppel erhalten, in dem dieser über eine Unterredung mit Bradbury berichte. Bradbury habe angeregt, die deutsche Regierung müsse eine Liste der Maßnahmen aufstellen, die Frankreich und Belgien auf finanz- und auf wirtschaftspolitischem Gebiet getroffen hätten und die nach Ansicht der deutschen Regierung unbedingt aufgehoben werden müßten.

Der Reichsminister der Finanzen vertrat die Auffassung, es müßten auch die Eingriffe der Besatzungsmächte auf dem Verwaltungsgebiet beseitigt werden.

Der Reichskanzler pflichtete dieser Auffassung bei.

[629] Der Reichsminister für die besetzten Gebiete erklärte, er wolle mit den beteiligten Ressorts die notwendigen Vorarbeiten leisten.

Das Kabinett war damit einverstanden4.

4

Unter dem 16.5.24 versendet der RMbesGeb. an sämtliche RM und die Rkei eine Denkschrift „Auslegung des Begriffs ‚Wiederherstellung der fiskalischen und wirtschaftlichen Einheit des Dt. Reichs‘ nach dem Berichte des ersten Sachverständigenkomitees vom 9.4.1924“ (R 43 I/41, Bl. 393-413). Die Denkschrift enthält eine Zusammenstellung der Maßnahmen, die zur Wiederherstellung der dt. Wirtschafts- und Verwaltungshoheit im alt- und neubesetzten Gebiet durchgeführt werden müssen, sowie eine Liste aller Verfügungen der Irko und des Generals Degoutte, deren Aufhebung oder Abänderung erforderlich ist. Eine überarbeitete Fassung dieser Zusammenstellung übermittelt das RFMin. am 31. 5. an die dt. Kriegslastenkommission in Paris zwecks Übergabe an Bradbury (R 43 I/42, Bl. 58-69).

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