2.113.1 (mu11p): Gemeinsamer Empfang des von den Gewerkschaften eingesetzten Ausschusses für die Verwaltungsreform.

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Gemeinsamer Empfang des von den Gewerkschaften eingesetzten Ausschusses für die Verwaltungsreform.

Die Vertreter der Gewerkschaften erschienen unter Führung von Herrn Brunner. Sie trugen Zweifel vor, ob die Minister nicht noch zu sehr in ihrer nächsten Nähe von reaktionären Beamten umgeben seien3 und schlugen vor, daß sie als Ratgeber persönliche Vertrauensleute aus den Fraktionen einsetzen sollten. Der Reichskanzler und die Minister Bauer und Giesberts erklärten diese Vorschläge für undurchführbar, wenn es sich darum handle, Vertrauensleute einzustellen, die nicht selbst ein bestimmtes Referat ausführten. Die Hauptsache sei, die richtige Besetzung der Personalreferenten. Die hierzu ausgewählten Personen müßten Personalkenntnisse haben, also die Beamten kennen. Die Minister machten Mitteilungen über verschiedene, von ihnen getroffene Maßnahmen. Die Vertreter der Gewerkschaften erklärten sich von dem Gehörten im wesentlichen befriedigt, baten aber, unbeirrt weiter in diesem Sinne zu wirken.

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Daß diese Ansicht auch bei der SPD bestand, geht aus einer Resolution ihres Bezirksverbands Groß-Berlin hervor, der dem RK am 30. 4. übermittelt worden war. Dort heißt es u. a.: „Wir verlangen unbedingte Sicherstellung der Republik und der Verfassung. Wir erwarten von unseren Genossen in der Regierung gründliche Reinigung aller Regierungsstellen und Verwaltungskörper von reaktionären Beamten und Offizieren“ (R 43 I/2662, Bl. 169 f., hier: Bl. 170).

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