2.42 (mu21p): Nr. 42 Kabinettssitzung vom 18. Oktober 1928

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Text

RTF

[153] Nr. 42
Kabinettssitzung vom 18. Oktober 19281

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Der folgende Text steht auf einem liniierten Blatt aus einem Schreibblock im Format DIN A 5. Neben der Überschrift „Kabinettssitzung“ notierte Pünder „Rker“. Zwischen „Gas“ und „Zentrale“ befindet sich die Paraphe des RK. Der Text ist mit Tinte (wahrscheinlich von Pünder) geschrieben; die Bleistiftvermerke stammen der Handschrift nach vom RK. – Eine Niederschrift wurde angefertigt, wie sich aus einer Aufzeichnung Plancks vom 23.11.28 ergibt: Er habe auf Wunsch des AA am gleichen Tag mit MinDir. Köpke „die Protokolle der Rkei über die Ministerbesprechungen vom 18. und 26. 10. über Reichswehrfragen und das Protokoll der Chefbesprechung mit dem PrMinPräs. und dem Minister des Innern vom 9. 11. über die gleiche Angelegenheit […] durchgesehen“ (R 43 I/725, Bl. 63). Planck gibt auch für diese Protokolle die Journalnummern der Rkei an, dennoch konnten die Protokolle nicht ermittelt werden. Auf die Kabinettssitzung vom 18.10.28 wird im Schreiben des RWeM an den REM vom 28.10.29, Dok. Nr. 115 dieser Edition, hingewiesen. Dort befindet sich am Rand die Notiz: „Rk 786/28 bei Hn H. Ostertag im Geheimschrank“. – Auskunft über den Inhalt der Kabinettssitzung geben die Aussagen des Großadmirals Raeder am 15. 5. und des Ministers Severing am 21.5.46 vor dem Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg (IMT XIII, S. 685; XIV, S. 283, 285 ff., 300 f., 306): Daraus geht hervor, daß der RWeM die Verantwortung für die geheime Aufrüstung und für die Fonds der Reichswehr, die nicht vom Parlament kontrolliert wurden, nicht allein tragen wollte. Außerdem ließ er Rechenschaft über die Abwicklung der Phoebusaffäre geben. General Heye soll am 18. 10. über Grenzschutzfragen berichtet haben (Vogelsang, Reichswehr, Staat und NSDAP, Dok. Nr. 4, S. 413 f.). Zu dieser Kabinettssitzung s. a. Raeder, Mein Leben I, S. 260, und Severing, Mein Lebensweg II, S. 137 f. Zu einem weiteren Punkt – Siedlungsfragen –, der behandelt wurde, s. Dok. Nr. 115 dieser Edition.

R 43 I/951, Bl. 257

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