2.42.1 (mu21p): [Fragen der Reichswehraufrüstung und der -geheimfonds.]

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Kabinett Müller II. Band 1 Hermann Müller Bild 102-11412„Blutmai“ 1929 Bild 102-07709Montage  von Gegnern des Young-Planes Bild 102-07184Zweite Reparationskonferenz in Den Haag Bild 102-08968

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RTF

[Fragen der Reichswehraufrüstung und der -geheimfonds2.]

2

Die Personalangaben beziehen sich auf die Reichswehrangehörigen in Rußland. Die Fliegerschule befand sich in Lipezk, die Tankschule in Kasan, die Übungsstelle für Giftgas bei Tomka und die Zentrale in Moskau. Der RK war darüber schon Ende Juni 1928 unterrichtet worden. Diese Kabinettssitzung kann im Zusammenhang mit einer Reise des Generalmajors von Blomberg nach Rußland im August und September 1928 stehen.

Fliegerschule: jährlich 50 Schüler von hier

Leiter: ein Offz. a. D.

Stammpersonal: 64 Deutsche (nicht Militär) 350 andere Angestellte

Tankschule: 423 Offz. a. D. 10 Anwärter [?]

3

Von hier ab die Zeile mit Bleistift.

Stammpersonal: 20 Deutsche 30–50 andere Angestellte.

Gas: 104 Offz. a. D. 255 Deutsche 40 andere Angestellte

4

Wie Anm. 3

5

Davor mit Bleistift: „31“.

Zentrale: 1 Offz. a. D. 7 Deutsche 46 Köpfe 12 andere Angestellte.

6

Wie Anm. 3.

Kosten: Etat 29/30 5,3 Millionen insgesamt7.

7

Zur Haushaltslage für die geheimen Vorhaben der Reichswehr in Rußland s. Anm. 2 zu Dok. Nr. 452. – Möglicherweise ist in dieser Kabinettssitzung ein Sachverhalt zur Sprache gekommen, der das Personal im RWeMin. und in den Wehrkreisen betraf. Darüber befindet sich in R 43 I/951, Bl. 259-261 eine undatierte und ungezeichnete Aufzeichnung mit der Paraphe des RK: Aufgabe dieses Personenkreises waren „Vorbereitungen für die Verteidigung der Reichsgrenzen [im Osten] gegen feindliche Überfälle und für den Schutz gegen gewaltsame Erhebungen“; außerdem hatte dieses Personal die vorhandenen Waffen und Geräte zu pflegen. Weiterhin war es mit der „Durchführung von Versuchen beim Heereswaffenamt für die Erprobung neuzeitlicher Kampfmittel zur Ermittlung der Abwehrmöglichkeiten“ beauftragt. Die Gesamtkosten für das Personal (1404 Angestellte und 600 Arbeiter) beliefen sich auf 6,95 Mio RM aus einem besonderen Haushalt, der vom Chef des Wehramts, Frh. v. d. Bussche-Ippenburg, „dem RK vorgetragen“, vom „Staatssekretär-Ausschuß“ (Popitz, Saemisch) „geprüft, verausgabt und ordnungsgemäß verrechnet“ worden war.

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