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5. Bayern.

Der ReichswehrministerGeßler, wünscht angesichts der Tatsache, daß die bayerische Reichswehr faktisch außerhalb seiner Befehlsgewalt stehe, die Zustimmung des Kabinetts dazu, daß er die Bezüge der bayerischen Truppen sperre11.

11

S. dazu Dok. Nr. 159 u. 163.

Die Minister Koeth, Brauns und Graf Kanitz sprechen sich gegen die Maßnahme aus.

Reichsmin. d. Innern, Sollmann, hält die Sperrung der Gelder für notwendig, desgleichen Minister Schmidt.

Der Reichskanzler erklärt, daß er zunächst die Verhandlung des Reichsrats abwarten wolle12.

12

S. Dok. Nr. 174. In dieser Zeit hat der RK sich an die Wirtschaftsverbände gewandt und ihnen „nahegelegt, in einer Erklärung gegen die bayerischen Separationsbestrebungen Stellung zu nehmen und zugleich die Kabinettspolitik zu unterstützen.“ Syndikus Reichert teilte dies den Vorsitzenden und Gruppen des Vereins deutscher Eisen- und Stahlindustrieller am 25.10.23 mit und führte dazu weiter aus: „Es wird Sie interessieren, daß in der am 23. ds. Mts. abgehaltenen Besprechung die Vertreter der Landwirtschaft, die bereits am Vortage für Herrn von Kahr Partei ergriffen hatten, sich dagegen ausgesprochen haben, daß auch die anderen Vertreter der Wirtschaft eine rein politische Erklärung nicht abgeben wollten, sondern in der Entschließung lediglich das zum Ausdruck bringen wollten, daß die Erhaltung der Reichseinheit als einer Wirtschaftseinheit dringend erforderlich erscheint. – Gegenüber den zum Teil sehr weitgehenden Befürchtungen über etwaige weitere Schritte Bayerns hat der Unterzeichnete vorgeschlagen, durch Fühlungnahme mit den Wirtschaftsführern in Bayern dahin zu wirken, daß die Wirtschaftseinheit des Reichs in keiner Weise gefährdet wird“ (R 13 I/202, Bl. 195).

Ein Beschluß wird nicht gefaßt.

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