2.162.2 (wir1p): 2. Winterstationierung des Reichsdampfers „Triton“ in Petersburg und Übernahme der Kosten auf Reichsfonds.

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2. Winterstationierung des Reichsdampfers „Triton“ in Petersburg und Übernahme der Kosten auf Reichsfonds.

Das Kabinett erklärte sich grundsätzlich damit einverstanden, daß entsprechend dem Antrage des Auswärtigen Amts die Kosten für die Winterstationierung des Reichsdampfers „Triton“ in Petersburg auf Reichsfonds übernommen[448] werden sollen7. Das Auswärtige Amt und das Reichsfinanzministerium sollen nach der etatsrechtlichen Seite das Weitere veranlassen.

7

Zur Sache hatte das AA in einem Schreiben an den StSRkei am 25.11.21 u. a. ausgeführt: „Der ‚Triton‘ brachte im Auftrage des Rotkreuzes die deutsche Hilfsexpedition nach Rußland. Er läuft mit Ladung von neuem nach Petersburg aus. Seine Stationierung daselbst während des Winters erscheint aus politischen, wirtschaftspolitischen und sanitären Gründen im Reichsinteresse gelegen. Mangels einer Reichsvertretung in Petersburg ist das Zeigen der Reichsdienstflagge und deutschen Rotkreuzflagge auf dem ‚Triton‘ von großer moralischer Bedeutung und von den Petersburger Behörden ausdrücklich als erwünscht bezeichnet. Die neuerdings in Petersburg ausgebrochene Flecktyphusepidemie bedingt eine Verstärkung der Hilfsexpedition durch ein an Bord befindliches Rotkreuzkommando zur Bekämpfung der auch Deutschland bedrohenden Verseuchungsgefahr. Der ‚Triton‘ dient als sichere Station für Mitglieder der Rotkreuzexpedition, zur Aufnahme der Reste von Kriegsgefangenen, zur Fürsorge für Flüchtlinge aus den deutschen Wolga-Kolonien. Eine drahtlose Station an Bord des ‚Triton‘ bietet sicheren Verkehr mit Petersburg. Auswärtiges Amt, Reichsmarineamt und Rotkreuz befürworten Übernahme der Kosten – unter Einrechnung der Fracht für ausgehende Fahrt höchstens 750 000,– M – auf Reichsfonds. – Der Herr Reichskanzler hat auf mündlichen Vortrag bereits zugesagt, sich für Übernahme der Kosten einzusetzen.“ (R 43 I/131, S. 629 f.).

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