Ausbau des Portals Netzwerk SED-Archivgut zu einer Referenzanwendung für ein Archivportal Deutschland
Projekt des Bundesarchivs mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Gefördert durch

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DFG-Projekt: Ausbau des Netzwerks SED-/FDGB-Archivgut

Seit 21. September 2009 ist das Verbundfindmittel des Projekts als Erweiterung der bisherigen Suchfunktionen in den Online-Auftritt des "Netzwerks SED-/FDGB-Archivgut" eingebunden. In Ergänzung zu den bislang vorhandenen Beständelisten stehen ab sofort auch Online-Findbücher der beteiligten Archive zur übergreifenden Recherche zur Verfügung, teils mit in die Findbücher integrierten digitalen Akten. Zudem ist das Netzwerk inhaltlich ergänzt worden und enthält nun auch Informationen zu SED- und FDGB-Archivgut im Bereich des DDR-Staatssicherheitsdienstes aus den Beständen der Beauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes (BStU) sowie Auszüge aus Findbüchern der Abteilung DDR des Bundesarchivs zu Betriebsparteiorganisationen der SED (BPO) und Betriebsgewerkschaftsleitungen des FDGB (BGL).

 

Daneben ist das Verbundfindmittel des Projekts auch weiterhin direkt zugänglich. Die Startseite bietet einen Überblick über die beteiligten Archive, den Einstieg in die strukturierte Navigation in deren Beständelisten und Onlinefindbüchern sowie verschiedene Auswahlmöglichkeiten für eine archivübergreifende Volltextsuche. Wir freuen uns über Hinweise und Anregungen an k.arnold@barch.bund.de.

 

Bilderleiste auf der Sucheinstiegsseite

 
Überblick über die Funktionen(1340 kb)

Das Projekt

Im Auftrag der Archivreferentenkonferenz von Bund und Ländern hat das Bundesarchiv einen Antrag für den Aufbau einer Referenzanwendung für ein Archivportal Deutschland an die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gerichtet. Die Arbeiten sollen an das seit 2005 von der Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv zusammen mit den Staats- und Landesarchiven der neuen Bundesländer betriebene Portal "Netzwerk SED-/FDGB-Archivgut" anschließen. Die DFG hat den Antrag Mitte 2007 bewilligt. 

Im Zentrum der Arbeiten steht die Entwicklung eines Verbundfindmittels auf Basis der Suchmaschine MidosaSEARCH. Diese ist bislang in einer ersten Version im Netzwerk eingebunden und seitdem sukzessive weiterentwickelt worden. Im Rahmen des Projekts wird die aktuelle, bei der Stiftung bereits genutzte Version eingesetzt und um eine weitere Strukturebene ergänzt werden. So stehen künftig die Gesamtaufstellung der beteiligten Archive, deren Beständeübersichten und die damit verknüpften Onlinefindbücher sowohl für eine Navigation in den Strukturen als auch für eine übergreifende Volltextsuche zur Verfügung.

Für die Integration der Daten der beteiligten Archive in das Verbundfindmittel werden Konversionswerkzeuge erstellt. Mit deren Hilfe können die Informationen aus den eigenen Systemen, die in die übergreifende Suche einbezogen werden sollen, vor Ort in das Zielformat, ein Profil des internationalen Standards EAD, umgewandelt werden. Diese Konverter werden auf den Open Source Werkzeugen MEX beruhen, die mit Förderung der Andrew W. Mellon Stiftung, New York, im Projekt <daofind+> entwickelt worden sind.

Die DFG hat mit der Bewilligung des Antrags Mittel für die Softwareentwicklung sowie die Beschäftigung zweier Projektmitarbeiter für 24 Monate bereitgestellt. Zum Abschluss des Projektes wird eine Evaluation über die Verwendbarkeit der Portalentwicklungen für ein aufzubauendes Archivportal Deutschland erfolgen.

 

Treffen mit Vertretern von AUGIAS und Scope Solutions

Am 07. Juli sowie am 10. August 2009 fanden in Berlin Treffen mit Mitarbeitern der Firmen AUGIAS bzw. Scope Solutions und denjenigen am Projekt beteiligten Archiven, die diese Archivverwaltungssysteme nutzen, statt.

In der Besprechung mit Vertretern des Landesarchivs Berlin, des Brandenburgischen Landeshauptarchivs Potsdam, des Sächsischen Staatsarchivs sowie der Thüringischen Staatsarchive ging es insbesondere um mögliche Ergänzungen und Anpassungen des bereits in der Version 8.1 von AUGIAS enthaltenen EAD-Exports. Einzelne Aspekte hierbei waren die Einbeziehung der inn AUGIAS anlegbaren Indizes, der Umgang mit Zeilenumbrüchen in mehrzeiligen AUGIAS-Feldern beim EAD-Export sowie die Bereitstellung eines EAD-Exports der Bestandsdaten für den Aufbau einer nach EAD-codierten Beständeübersicht.

Das Meeting mit Vertretern des Landeshauptarchivs Sachsen-Anhalt und des Österreichischen Staatsarchivs als Teilnehmer verschiedener europäischer Projekte diente zum einen dem Informationsaustausch zwischen den Archiven und der Firma Scope Solutions hinsichtlich der generellen Verwendung von EAD in nationalem und internationalem Rahmen. Zum anderen konnte das Treffen auch genutzt werden, sich hinsichtlich des verwendeten EAD-Profils und einer entsprechenden Orientierung des von Scope geplanten EAD-Exports abzustimmen. Hierzu wurde eine weitere Zusammenarbeit vereinbart.

 

MIDEX-Schulung am 28. Mai und 02. Juni 2009 in Berlin

Teilnehmer der MIDEX-Schulung am 02.06.09 (v.l.n.r.): Jörg Ludwig, Simone Görl, Kerstin Arnold, Nils Brübach, Susanne Knoblich, Andreas Rohloff, Mona Harring, Michael Sparing, Thorsten Schröder, Kristina John, Isgard Löffler

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Am 28. Mai und am 02. Juni 2009 hatte das Bundesarchiv die Netzwerkteilnehmer zu einer MIDEX-Schulung nach Berlin eingeladen. Im Mittelpunkt stand dabei die Konvertierung der Ausgangsdaten der beteiligten Archive, die Bearbeitung der Findmittel in MIDEX sowie die Bereitstellung der HTML-Präsentationen für das Verbundfindmittel. Unter Anleitung der Projektmitarbeiterin Kerstin Arnold führten die insgesamt 20 Schulungsteilnehmer die jeweiligen Arbeitsschritte mit MIDEX durch und nutzen das Treffen auch zu einem erneuten Erfahrungsaustausch untereinander.

 

Neu eingestellte Materialien

Integration von Daten in das Verbundfindmittel(49 kb)

Voraussetzungen und Arbeitsabläufe bei der Übertragung von Daten in das Verbundfindmittel - Beschreibung der Möglichkeiten eines direkten Uploads oder des Einsatzes eines Harvesters

EAD-RLG-Profil im Vergleich zu EAD-BArch-Profil(120 kb)

Durchführung von Tests anhand einiger Beispiel-EAD-Dokumente des Bundesarchivs (BArch) mit der von der RLG zur Verfügung gestellten Testsoftware "EAD Report Card"

Projektskizze zum Aufbau der Verbundfindmittel-Applikation(113 kb)

Diese Projektskizze zeigt, wie die Findbuchdaten aus den verschiedenen Partnerarchiven in das EAD-Zielformat umgewandelt und anschließend in das Verbundfindmittel geladen werden.

Weitere Projektinformationen

Letzte Aktualisierung am 12.02.2010