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Das Archivportal Europa

Über ein Internetportal Zugang zu digitalen Archivinformationen Europas zu erhalten: Das ist ein gemeinsamer europäischer Traum, dessen Erfüllung im Archivportal Europa angestrebt wird. Während im sich Projekt APEnet ursprünglich 12, zu Prokektabschluss im Januar 2012 dann 19 Nationalarchive zusammengefunden hatten, arbeiten nun im Fortsetzungsprojekt APEx (Archives Portal Europe Exellenznetzwerk) 28 europäische Nationalarchive und Icarus gemeinschaftlich an der Erfüllung dieses Traums.

Immer mehr Archive nutzen das Internet für die Bereitstellung ihrer Erschließungsinformationen und bauen somit auch ihre Erkenntnisse mit neuen Technologien weiter aus. Daher wurde die Entwicklung eines europäischen Archivportals ("Internet Gateway for Documents and Archives in Europe"), das Anstrengungen und Wissen auf nationaler sowie europäischer Ebene vereint, durch Experten des europäischen Archivwesens als oberste Priorität angesehen. Auch der Rat der Europäischen Union befürwortete dieses Projekt in seiner Empfehlung vom 14. November 2005 (Official Journal of the European Union, 29.11.2005; 2005/535/EC).

 

Vollversammlung APEnet

Das Hauptziel des Archivportals Europa ist es, den EU-Bürgern, öffentlichen Stellen und Unternehmen ein gemeinsames Portal bereit zu stellen, das sie befähigt, in europäischen Archiven und ihren Quellen selbständig zu recherchieren und so die für sie entscheidenden Informationen zu finden.

Der Zugang zu den Archiven Europas wird vereinfacht und zugleich erstmals über einen gemeinsamen Zugangspunkt möglich, wodurch das öffentliche Verständnis von europäischer Geschichte und Kultur verbessert wird. Deshalb standen und stehen die Projektteams des Archivportals Europa auch in einer engen Beziehung zu Europeana und anderen europäischen Portalen, die Informationen über Archive bereit halten.

Das Archivportal Europa verbindet unterschiedliche archivische Internetdienste und stellt einen wirksamen Katalysator dar, um noch verbleibenden Hürden abzubauen und damit einen einfachen Zugang zu Informationen zu und aus Archiven sowie den von ihnen bereitgestellten wichtigen kulturellen Quellen der Europäischen Union aber auch anderen europäischen Ländern zu gewährleisten.

 

Konvertierung lokaler Daten in das gemeinsame APEnet EAD Format

Apenet

Ein Hauptanliegen des Archivportals Europa ist es, die Erwartungen der Nutzer zu erfüllen, indem ein nahtloser Zugang zu verschiedenen archivischen Quellen aus ganz Europa ermöglicht wird. Aus diesem Grund hat das APEnet Projektteam ein gemeinsames europäisches EAD-XML Schema entwickelt. Das APE-EAD Format wird als Basis für alle zentralen Datenverarbeitungsprozesse dienen und zudem das Archivportal Europa befähigen, standardisierte archivische Daten an Europeana zu liefern. Somit ist es auch Basis des Konvertierungs- und Validierungsprozesses innerhalb der nachfolgend zum Download bereitgestellten Software.

Die im APEnet Projekt zur Verfügung gestellte Konvertierungssoftware baut nicht nur auf internationalen archivischen Standards auf, sondern hat gleichermaßen einen auf die europäischen Gegebenheiten spezifizierten Standard entwickelt, der für jeden nachnutzbar ist. Neben EAD und ISAD(G) werden auch die Standards EAC-CPF (basierend auf ISAAR-CPF) zur Beschreibung der Provenienzstellen sowie EAG und ISDIAH zur Beschreibung der archivischen Einrichtungen selbst berücksichtigt. Weitere Informationen zur Verwendung dieser archivischen Standards innerhalb des Archivportals Europa finden Sie auf der Webseite des APEnet Projekts (www.apenet.eu) in der Kategorie "Über APEnet > Standards".

Die Konvertierungssoftware befähigt die am Projekt beteiligten Archive, eigene Daten in das gemeinsam genutzte APE-EAD zu konvertieren, bevor sie anschließend in das Portal integriert werden. Dabei können sowohl lokal verwendete EAD-Dateien als auch Exportformate aus ISAD(G)-konformen Datenbanken verarbeitet werden. Des Weiteren können alle Institutionen, die an einer zukünftigen Teilnahme am Archivportal Europa interessiert sind, die Software lokal testen und damit überprüfen, wie ihre Daten nach einer Konvertierung nach APE-EAD aussehen würden.

Im Einzelnen bietet die Software zur Zeit folgende Funktionalitäten, die unabhängig voneinander genutzt werden können:

  • Sie können prüfen, ob Ihre lokalen EAD-Dateien mit EAD 2002 konform sind;
  • Sie können Ihre Dateien nach APEnet EAD konvertieren und so eine mögliche Teilnahme am Projekt oder den Ablauf evaluieren (z.B. Nutzen eines eigenen XSLT Konvertierungsskripts innerhalb des Tools);
  • Sie können eine einfache Beständeübersicht erstellen, die auf Ihren Findbüchern basiert;
  • Sie können eine EAG-Datei erstellen, um Ihre Institution zu beschreiben.

Wir empfehlen vor dem Download und vor ersten Tests mit der Software, das begleitende Handbuch zu lesen. Die Software steht zurzeit in Englisch, Deutsch und Französisch zur Verfügung, das Handbuch lediglich in Englisch.

Generell ist die Software Open Source und steht Ihnen somit frei zur Verfügung. Wir weisen Sie jedoch darauf hin, dass:

  • diese Software innerhalb eines von der Europäischen Kommission geförderten Projektes entwickelt wurde und einer Öffentlichen Lizenz der Europäischen Union untersteht . Die Allgemeinen Bestimmungen zu dieser Lizenz finden Sie hier.
  • Wenn Sie auf Fehler oder Probleme beim Nutzen des Werkzeugs stoßen, sind wir Ihnen sehr dankbar, wenn Sie uns diese mittels des Kontaktformulars über das Archivportal Europa zukommen lassen.

Im Projekt APEx wird nun an einem gemeinsamen APE-EAG Format (bis Juni 2012), APE-EAC-CPF Format (bis Mai 2013) und APE-METS Format (bis April 2014) gearbeitet und zudem reagierend auf die geplanten Neuerungen des EAD Schemas im APE-EAD entsprechende Anpassungen vorgenommen werden.

 

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