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Unterlagen der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen

Ermittlungsakten

Ermittlungsakten

Quelle: Bundesarchiv

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Das am Dienstort Ludwigsburg verwahrte Archivgut bietet einen nahezu vollständigen Überblick über die an bundesdeutschen Staatsanwaltschaften und Gerichten anhängig gewesenen NS-Verfahren. Aufgrund ihrer systematisch betriebenen Vorermittlungen sowie ihrer Koordinierungsfunktion für NS-Verfahren hat die Zentrale Stelle eine besondere Bedeutung für die juristische Aufarbeitung nationalsozialistischer Verbrechen in der Bundesrepublik.


Forschungs- und Recherchemöglichkeiten

Neben ihrer justizgeschichtlichen Bedeutung sind die Unterlagen auch ein aussagekräftiger Quellenbestand für die historische Erforschung der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik sowie einzelner, auf bestimmte Personen, Orte und Institutionen bzw. Einheiten bezogener Verbrechen. Eine Dokumentensammlung, bestehend aus einer halbe Million Blatt Einzelkopien von amtlichem Schriftgut verschiedener Provenienzen aus der NS-Zeit, Hunderttausende Aussageprotokolle von Beschuldigten, Zeugen und Opfern sowie eine umfassende Sammlung von Anklage- und Urteilsschriften bieten der interdisziplinären Forschung vielfältige Nutzungsmöglichkeiten.

Detaillierte Karteisysteme ermöglichen die Recherche nach Personen (700.000), nach Ortsangaben (26.000) und nach der Zugehörigkeit zu zivilen, parteiamtlichen, polizeilichen, militärischen o.a. Einrichtungen und Einheiten (4.200) bis auf die Ebene einzelner Dokumente. Eine Übersicht über Ermittlungsverfahren enthält mehr als 100.000 Beschuldigte in NS-Verfahren sowie Angaben zu Tatvorwürfen, Tatorten und der Beteiligung verdächtigter Institutionen oder Einheiten.


Benutzungsbedingungen

Die vom Bundesarchiv übernommenen Unterlagen der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen bilden den Bestand B 162.

Die Benutzung unterliegt den Bestimmungen des Bundesarchivgesetzes und der Bundesarchiv-Benutzungsverordnung. Nach der Bund-Ländervereinbarung für die Übernahme der Unterlagen der Zentralen Stelle durch das Bundesarchiv aus dem Jahr 2000 kann die Zentrale Stelle jederzeit vorrangig vor anderen Benutzern auf das Archivgut zurückgreifen und es für die Zwecke nutzen, für die das Archivgut vor Abgabe an das Bundesarchiv verwendet wurde. Die vorhandenen Karteimittel unterstützen die Benutzung, sind jedoch für Benutzer nicht zugänglich. Die findbuchmäßige Erschließung des Archivguts ist in Bearbeitung.


Weitere Informationen

Findbucheinleitung Bestand Barch B 162(pdf, ~33.62KB)
Short Introduction into Records and Terms of Use(pdf, ~5.63KB)
Brève introduction aux dossiers et aux conditions d'usage(pdf, ~5.62KB)
Strafverfolgungsbilanz(pdf, ~93.75KB)