Das Bundesarchiv

Direkt zur Navigation Direkt zur Unternavigation Direkt zum Artikel

Navigation

Unternavigation

Archivinspektoranwärter/in (gehobener Archivdienst)

Bewertung von Unterlagen privater Herkunft

Bewertung von Unterlagen privater Herkunft

Quelle: BArch, B 198 Bild-2013-0404-003

Was macht ein/e Archivar/in des gehobenen Archivdienstes im Bundesarchiv?

Archivarinnen und Archivare des gehobenen Dienstes sind im Bundesarchiv in der Regel als Sachbearbeiter/innen tätig. Ihr Arbeitsbereich umfasst im Wesentlichen fünf Felder:

Behördenberatung: Archivarinnen und Archivare beraten die Behörden regelmäßig, um Schriftgut, Bilder, Filme etc. fachgerecht übernehmen zu können. Dies gilt besonders bei elektronischer Aktenführung, um technische und organisatorische Schwierigkeiten bei der Abgabe ins Archiv zu vermeiden.

Bewertung: Es wird geprüft, welche der übernommenen Unterlagen dauerhaft als Archivgut im Archivmagazin aufzubewahren sind.

Erschließung und Zugänglichmachung von Archivgut: Die Archivalien werden durch eine eindeutige Signatur gekennzeichnet, in die Überlieferungsstruktur eingeordnet und durch einen aussagekräftigen Titel beschrieben. Das Ergebnis steht über Online-Rechercheanwendungen im Benutzersaal und im Internet allen Interessierten zur Verfügung. So wird das Archivgut der Öffentlichkeit, der Forschung und der Verwaltung zugänglich gemacht.

Benutzerbetreuung: Der Benutzerservice umfasst die Beantwortung schriftlicher und telefonischer Anfragen, die Vorbereitung von Benutzungen und die persönliche Beratung im Lesesaal.

Bestandserhaltung: Das Archivgut ist vor Gefahren und Verfall zu schützen, um seine Informationen heutigen und künftigen Generationen bereitstellen zu können.

Was wird von einer Archivarin/einem Archivar des gehobenen Dienstes erwartet?

  • Interesse an Geschichte, insbesondere der deutschen Zeitgeschichte, und Verständnis für historische Zusammenhänge
  • Interesse an der inhaltlichen Erschließung von Schriftgut und audiovisuellen Quellen
  • sichere Kenntnisse im Umgang mit dem PC und Interesse an IT-gestützten Arbeitsverfahren
  • Sorgfältiges, zielorientiertes und selbständiges Arbeiten
  • Gute sprachliche und kommunikative Fähigkeiten
  • Flexibilität und hohe Leistungs- und Lernbereitschaft
  • Systematisch-analytisches Denken, rasche Auffassungsgabe und Kooperationsfähigkeit
  • Uneingeschränkte Versetzungsbereitschaft im Bundesgebiet

Wie ist die Ausbildung (Vorbereitungsdienst) aufgebaut?

Der Vorbereitungsdienst dauert drei Jahre und gliedert sich in Fachstudien und berufspraktische Studienzeiten an verschiedenen Dienstorten des Bundesarchivs (in der Regel Koblenz, Berlin und Freiburg i. Br.) von jeweils achtzehn Monaten. Die Fachstudien werden an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Mayen und an der Archivschule Marburg – Hochschule für Archivwissenschaft – durchgeführt.

Was brauche ich für eine Bewerbung?

  • Fachhochschulreife oder eine andere zu einem Hochschulstudium berechtigende Schulbildung oder einen hochschulrechtlich als gleichwertig anerkannten Bildungsstand
  • Hinreichende Kenntnisse in Englisch und Latein oder Englisch und Französisch
  • Erfüllung der gesetzlichen Voraussetzungen für die Berufung in das Bundesbeamtenverhältnis

 Wie bewerbe ich mich?

Aktuelle Stellenausschreibungen werden auf den Internetseiten des Bundesarchivs und der Archivschule Marburg in Marburg eingestellt.


Weitere Informationen

Das Berufsbild(pdf, ~72.78KB)
Papier des Arbeitskreises Berufsbild des Verbands deutscher Archivarinnen und Archivare. Archivinspektoranwärter/in - Informationsblatt zur Ausbildung