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Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv (SAPMO)

Die SAPMO stellt Archivgut zur Benutzung bereit, das außerhalb der staatlichen Behörden der DDR bei den politischen Entscheidungen zur Kontrolle und Steuerung von Staat und Gesellschaft entstanden ist. Es unterlag bis 1990 strikter Geheimhaltung und ist nun bis auf personenbezogene Unterlagen frei benutzbar. Seit 2005 können die Beständeübersicht und eine ständig wachsende Zahl von Online-Findbüchern im Internet in der Rechercheplattform ARGUS übergreifend durchsucht werden. Seit 2008 werden verstärkt digitalisierte Reproduktionen aus den Beständen in die Präsentation integriert. Zur SAPMO gehört eine Bibliothek mit den Beständen von über 30 früheren Einrichtungen und Organisationen, die sie mit dem Archivgut in das Bundesarchiv eingebracht haben. Die Bibliothek bietet einen eigenen Lesesaal, Orts- und Fernleihe sowie einen Onlinekatalog an.  

Das Archivgut

Das Archivgut umfasst die Unterlagen des Politbüros der SED und der Büros einzelner Funktionäre, des Zentralkomitees mit seinen Abteilungen sowie parteieigener Schulungseinrichtungen von 1946 bis 1990. Mit dem Parteiarchiv der SED ging auch das dort verwahrte Archivgut der KPD, das von der Gründung 1919 bis zum Ende der illegalen Aktivität in der Bundesrepublik 1971 entstanden war, an die SAPMO über. Dazu kommen umfangreiche Gewerkschaftsbestände, in denen sich auch Unterlagen zur Sozialversicherung oder zum Feriendienst befinden. Weitere Unterlagen aus Massenorganisationen wie der FDJ mit der Pionierorganisation Ernst Thälmann, vom Kulturbund und von der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft sowie über 400 Nachlässe stehen zur Benutzung bereit.

Die regionalen Bestände der Parteien und Massenorganisationen der DDR befinden sich in den Staatsarchiven der Bundesländer. Sie sind im Verbundfindmittel des Netzwerks SED-/FDGB-Archivgut gemeinsam mit Beständen der SAPMO übergreifend durchsuchbar.

Die Bibliotheksbestände

Die wissenschaftliche Spezialbibliothek und gleichzeitig Dienstbibliothek der Abteilungen in Berlin-Lichterfelde bildet das fachliche Zentrum der Bibliothek des Bundesarchivs mit sechs dezentralen Dienstbibliotheken. Ihr Online-Katalog ist auch über den Kooperativen Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg (KOBV) zu erreichen.

In der Stiftung können ca. 1,7 Millionen Bände benutzt werden, davon sehr viel graue Literatur aus den Parteien und Organisationen der DDR und den ehemaligen Ostblockländern. In Berlin-Lichterfelde befinden sich weitgehend vollständig die amtlichen Druckschriften der Behörden, Verbände und Organisationen des Deutschen Reiches und der DDR.

Der Sammlungsschwerpunkt bei Neuerwerbungen liegt auf der Literatur zur und aus der Zeit der DDR und Deutschlands vor 1945 sowie zur Geschichte der ehemals sozialistischen Staaten, zur Geschichte der internationalen Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung sowie einzelner Parteien, Gewerkschaften, Organisationen und politischer Gruppierungen von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Die Sammlungen werden durch Belegexemplare von Benutzerinnen und Benutzern des Bundesarchivs ergänzt.


Weitere Informationen

"Einsichtnahme. Aus der Arbeit der Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv 1993 bis 2012"(pdf, ~1.81MB)