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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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Netzgeleitwort

Aus dem Auftrag der Bundesregierung an das Bundesarchiv vom Jahre 1979, die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung in wissenschaftlicher Form herauszugeben, hat sich eine Editionsreihe entwickelt, die inzwischen einschließlich der Kabinettsausschüsse 20 Bände mit ca. 13.000 Seiten umfasst und den Zeitraum von 1949 bis 1963 abdeckt. Bei dieser auch weiter anwachsenden Informationsfülle lag es nahe, die Informationstechnik für die Erschließung der Texte zu nutzen und eine internetfähige Version der Kabinettsprotokolle zu erstellen. Gegenüber der gedruckten Form vereinigt sie in sich mehrere Vorteile.

Zunächst macht sie die für die Erforschung der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland zentrale Quelle der Kabinettsprotokolle einem deutlich breiteren Nutzerkreis zugänglich. Ihr entscheidender Mehrwert liegt in der Erleichterung und Erweiterung der Recherchemöglichkeiten. Neben gezielter Suche und raschem Zugriff auch auf detaillierte Informationen ermöglicht sie mittels kombinierter Suchstrategien auch Abfragen komplexerer Sachverhalte sowie neue Methoden und Wege der Textauswertung. Gleichzeitig erleichtert sie durch ein Navigationssystem die Orientierung in einem immer umfangreicher werdenden Text. Darüber hinaus ist eine digitale Version besonders dazu geeignet, das im Editionskonzept enthaltene System von Vor- und Rückverweisen zu unterstützen. Eine Verlinkung der einzelnen Tagesordnungspunkte untereinander erlaubt es nunmehr, deren Beratungsverlauf im Kabinett und seinen Ausschüssen auch über die bisherigen Band- und Jahrgangsgrenzen hinaus im gesamten anwachsenden Corpus der Protokolltexte zu verfolgen.

Nicht zuletzt besteht der Gewinn einer Internet-Version darin, die Quellenangaben in den Kommentaren der Kabinettsprotokolle mit den Bestandsübersichten des Bundesarchivs zu verknüpfen. Mit diesem Zugang zu anderen, teilweise erst im Aufbau begriffenen Online-Dienstleistungen entspricht das Bundesarchiv auch der Forderung der e-government Initiative der Bundesregierung »BundOnline 2005«, alle internetfähigen Dienstleistungen der Bundesverwaltung online bereit zu stellen.

Der Mehrwert der digitalisierten Version der Kabinettsprotokolle besteht in der Mehrdimensionalität des Zugriffs. Die weiterhin in Buchform erscheinende gedruckte Version, die sequentielles Lesen ermöglicht und Zitierbarkeit sicherstellt, behält daneben ihre Berechtigung.

Mein besonderer Dank gilt an erster Stelle der Deutschen Forschungsgemeinschaft für die Förderung des Projekts zur Entwicklung des Präsentationsmodells für die Bereitstellung der Kabinettsprotokolle im Internet. Zu danken habe ich weiterhin Herrn Jörg Filthaut, der mit großem Engagement das Projekt in der Konzeption, Entwicklung und Umsetzung zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht hat. Das Präsentationsmodell selbst wurde in ständigem Dialog zwischen der Firma Startext, den Projektbetreuern und den Mitgliedern der von Herrn Dr. Henke geleiteten Editionsgruppe »Kabinettsprotokolle der Bundesregierung« erarbeitet. Auch ihnen gilt mein Dank, wobei ich den Einsatz von Frau Rössel hervorheben möchte. Schließlich gilt mein Dank dem an der Universität Trier angesiedelten Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften, das die nur in Buchform vorhandenen Protokollbände 1949–1956 und den Kabinettsausschuss für Wirtschaft 1951–1953 in hoher Qualität retrodigitalisierte.

Prof. Dr. Hartmut Weber, Präsident des Bundesarchivs

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