2.37.3 (k1952k): 3. Bildung von 6-Monatsvorräten in Berlin, BMF und BML

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung Band 5. 1952Das erste Kabinett Adenauer vor dem Palais SchaumburgPortrait Jakob KaiserFranz Böhm (nicht im Bild Nahum Goldmann und Moshe Sharett)Adenauer, Acheson und Schuman

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3. Bildung von 6-Monatsvorräten in Berlin, BMF und BML

Der Stellvertreter des Bundeskanzlers, die Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und für Verkehr sowie Dr. Westrick berichten dem Kabinett über den Stand der Bevorratung Berlins, über die Komplettierung der Berliner Reserven aus Lagern Westdeutschlands sowie über die mit der Vorratsbildung zusammenhängenden Finanzierungsfragen 7.

7

Die am 16. Nov. 1951 vom Kabinett beschlossenen Verhandlungen mit der AHK und dem Berliner Senat über die Finanzierung der von den Westmächten geforderten Aufstockung der in Berlin lagernden Vorräte an Lebensmitteln und industriellen Rohstoffen (vgl. 186. Sitzung am 16. Nov. 1951 TOP 1) waren ergebnislos verlaufen. Eine Erörterung der Angelegenheit hatte der BMWi im Hinblick auf mögliche Maßnahmen der DDR und der sowjetischen Besatzungsmacht gegen Berlin (vgl. 223. Sitzung am 27. Mai 1952 TOP A) angeregt (siehe Vermerk vom 14. Mai 1952 in B 126/12075). Schäffer und Reuter hatten sich am 17. Mai 1952 darüber verständigt, die Vorräte in Berlin aus der Bundesreserve für einen Bedarf von sechs Monaten aufzufüllen. Berlin sollte die Kosten für die Einlagerung und die Verluste tragen, die Bundesregierung diese Kosten aber in einem besonderen Teil des Bundeszuschusses zum Landeshaushalt Berlin übernehmen (Niederschrift vom 17. Mai 1952 und Vereinbarung zwischen dem BMF und dem Senator für Finanzen vom 12. Juni 1952, ebenda). Zum Stand der Bevorratung an Lebensmitteln hatte der BML dem Bundeskanzler mit Schreiben vom 15. Mai 1952 mitgeteilt, daß Halbjahresvorräte an Brotgetreide, Nährmittel, Kaffee-Ersatz, Zucker, Salz und Trockenvollmilch bereits in Berlin lagerten und ein Vorrat an Fleisch und Fett bisher für drei Monate gegeben sei (B 116/378). - Bereits Anfang Juni 1952 waren die Vorräte an Fett für sechs Monate und für Fleisch für fünf Monate aufgestockt. An Kohle wurde ein Vorrat erreicht, der bei eingeschränktem Verbrauch für fünf Monate ausreichen sollte (Vermerk vom 6. Juni 1952 in B 126/12075). Zur Durchführung der Bevorratungsmaßnahmen für Lebensmittel siehe B 116/378, 7661 und 10864. - Fortgang 294. Sitzung am 22. Mai 1953 TOP E.

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