2.1.9 (k1954k): B. Sudetendeutscher Atlas

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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[B.] Sudetendeutscher Atlas

Von sudetendeutschen Kreisen ist angekündigt worden, daß ein „Sudetendeutscher Atlas" herausgegeben werde 32. Dem Vorgang soll durch eine Pressekonferenz besonderer Nachdruck verliehen werden 33. Es muß befürchtet werden 34, daß die Ost-, aber auch die französische Presse diesen Anlaß zu unerwünschten und die Verhandlungen der Berliner Konferenz 35 störenden Kommentaren benutzen.

32

Der Atlas war von dem Leiter der Bundesanstalt für Landeskunde Emil Meynen im Verlag der Arbeitsgemeinschaft zur Wahrung sudetendeutscher Interessen, München 1954, herausgegeben worden. Das „Dokumentenwerk des Sudetendeutschtums, entstanden als Gemeinschaftsleistung sudetendeutscher Historiker, Geographen, Rechtshistoriker, Sprachwissenschaftler, Kunsthistoriker und Wirtschaftswissenschaftler" sollte „ein dokumentarisches Zeugnis des Wirtschafts- und Kulturbesitzes der Sudetendeutschen" geben (Vorwort des Herausgebers).

33

Zur Pressekonferenz am 12. Jan. 1954 siehe Bulletin vom 28. Jan. 1954 S. 140 und Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 13. Jan. 1954.

34

Zu dem „Unmut" Adenauers über die Herausgabe des Bandes siehe den Bericht über seine Ausführungen in der CDU/CSU-Fraktion (Parlamentarischer Bericht des BPA vom 30. Jan. 1954 in B 145/1902).

35

Vgl. TOP D dieser Sitzung.

Bundesminister Dr. Seebohm betont, daß er auf die Herausgabe des Buches keinen Einfluß habe.

Staatssekretär Dr. Globke wird beauftragt, den Abgeordneten Schütz 36 zu bitten, sich sofort mit dem Auswärtigen Amt wegen der weiteren Behandlung der Angelegenheit in Verbindung zu setzen 37.

36

Hans Schütz (1901-1982). Schreinerlehre, 1921 Geschäftsführer des Christlichen Textilarbeiterverbandes (Sudetenland), 1925 Leiter des Gesamtverbandes der Sudetendeutschen Christlichen Gewerkschaften, 1935 Abgeordneter der Christlich-Sozialen Volkspartei im Prager Parlament, 1939 Angestellter der Versicherungsanstalt Teplitz-Schönau; 1946 im Hauptausschuß der Flüchtlinge und Ausgewiesenen der CSU, 1948 Mitglied des Wirtschaftsrates des VWG, 1949-1963 MdB, 1950-1963 Mitglied des Europarates und der Versammlung der Westeuropäischen Union, 1963 Staatssekretär und 1964 Minister im Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und soziale Fürsorge, 1948-1969 Vorsitzender der Ackermann-Gemeinde. - Siehe den Beitrag von Schütz in: Abgeordnete des Deutschen Bundestages. Aufzeichnungen und Erinnerungen. Bd. 2. Boppard 1983 S. 189-234.

37

Nicht ermittelt.

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