2.25.16 (k1954k): F. Vertretung der Bundesregierung bei Veranstaltungen

Zum Text. Zur Fußnote (erste von 3). Zu den Funktionen. Zum Navigationsmenü. Zum Navigationsbaum

 

Bandbilder:

Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

Extras:

 

Text

Tagesordnungspunkt als RTF Download

[F. Vertretung der Bundesregierung bei Veranstaltungen]

Der Bundeskanzler bemängelt, daß bei dem 50. Geschäftsjubiläum der Firma Otto Wolff 91 die Bundesregierung durch vier Bundesminister vertreten gewesen sei. Eine vorherige Abstimmung über die Teilnahme an derartigen Veranstaltungen sei nötig.

91

Otto Wolff (1881-1940) hatte am 25. Juni 1904 das Familienunternehmen Otto Wolff, Eisengroßhandlung in Köln, gegründet. Am Samstag, dem 28. Juni 1954 war das fünfzigjährige Jubiläum begangen worden; für die Bundesregierung hatte in diesem Zusammenhang Erhard die Wünsche überbracht (vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 28. Juni 1954). - Nachdem das Unternehmen zunächst als Einzelfirma und sodann als Kommanditgesellschaft geführt worden war, wurde es im Jahre 1966 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, ohne daß dadurch der Charakter eines Familienunternehmens verlorengegangen wäre. Die Otto Wolff AG ist das führende Weißblechunternehmen in der Bundesrepublik Deutschland.

Der Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen weist darauf hin, daß im Gegensatz hierzu bei der repräsentativen Veranstaltung der GEG in Hamburg 92 die Bundesregierung überhaupt nicht vertreten gewesen sei. Auf Vorschlag des Vizekanzlers wird beschlossen, die erforderliche Abstimmung im Bundeskanzleramt vornehmen zu lassen. Zu diesem Zweck soll von den Kabinettsmitgliedern jeweils mitgeteilt werden, welche Veranstaltungen in Frage kommen und ob beabsichtigt ist, an ihnen teilzunehmen 93.

92

Am 16. März 1894 war die „Groß-Einkaufsgesellschaft Deutscher Consumvereine mbH" (GEG) mit dem Sitz in Hamburg errichtet worden. 1933 wurde die GEG zwangsweise verschmolzen mit der „Großeinkaufs- und Produktions-Aktiengesellschaft deutscher Konsumvereine" (Gepag). Nach 1945 behielt man diese Verschmelzung bei, die nunmehr wieder genossenschaftliche Organisation führte den Namen „Großeinkaufs-Gesellschaft Deutscher Konsumgenossenschaften mbH" (zum sechzigjährigen Jubiläum der GEG, der zentralen Einkaufsorganisation der deutschen Konsumgenossenschaften, vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 26. Juni 1954). - Durch Umwandlung der GEG entstand im Jahre 1972 die Co op Zentrale AG, Hamburg, die auch die Führungsaufgaben des Bundes deutscher Konsumgenossenschaften mbH übernahm.

93

Siehe 42. Sitzung am 2. Sept. 1954 TOP A.

Extras (Fußzeile):