2.27.3 (k1954k): C. Hochwasserkatastrophe

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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[C.] Hochwasserkatastrophe

Der Bundesminister für besondere Aufgaben, Dr. Strauß, berichtet eingehend über seine Eindrücke anläßlich seiner Reise in das Katastrophengebiet 9. Er hebt hervor, daß sich die hervorragend ausgestatteten amerikanischen Truppen in vorbildlicher Weise eingesetzt hätten. Auch der Einsatz des Technischen Hilfswerks habe sich außerordentlich bewährt. Dagegen habe es sich gezeigt, daß die deutsche Polizei 10 zu ungenügend ausgerüstet wäre, um den praktischen Erfordernissen in jedem Falle zu entsprechen.

9

Vgl. dazu die Eintragung in Nachlaß Seebohm/8c: „Bericht Strauß [...] Dank an die USA-Armee. Dem zuständigen Ressortminister wurde das Wort nicht gegeben." - Vorgang „Minister Strauß zur Überschwemmungskatastrophe", 13.-27. Juli 1954 in B 106/15184 (dieser Band ist in der Zwischenzeit im Bundesarchiv kassiert worden). - BT-Drs. Nr. 693-695, 728, 733; MBl. BML 1954 vom 5. Aug. 1954 S. 1.

10

Neben Angehörigen des Bundesgrenzschutzes (Grenzschutzkommando Süd) und des Technischen Hilfswerkes arbeiteten u. a. auch Einheiten der bayerischen Bereitschaftspolizei im Katastropheneinsatz. Bulletin vom 13. Juli 1954 S. 1143, 1147; Bulletin vom 14. Juli 1954 S. 1150. - Siehe auch Abb. 5.

Durch den beispiellosen Einsatz der Amerikaner sei es gelungen, den Verlust von Menschenleben auf das geringste Ausmaß zu beschränken. Der Umfang der Schäden sei zur Zeit noch nicht zu übersehen, auf jeden Fall sehr groß.

Auf Vorschlag des Bundeskanzlers beschließt das Kabinett:

a)

Es soll ein Ausschuß aus mehreren Kabinettsmitgliedern zur Beratung über erforderliche Hilfsmaßnahmen eingesetzt werden 11.

b)

Staatssekretär Professor Dr. Hallstein wird beauftragt, eine Dankadresse an die amerikanischen Besatzungstruppen auszuarbeiten 12.

c)

Die Bundesregierung stellt der bayerischen Landesregierung als erste Hilfe zur Abwendung der dringendsten Not einen Zuschuß von 5 Mio DM zur Verfügung 13.

11

Unterlagen nicht ermittelt.

12

Jeweils Dankschreiben Adenauers an James W. Conant und an General William M. Hoge, Oberbefehlshaber der 7. amerikanischen Armee, in Bulletin vom 15. Juli 1954 S. 1157.

13

Danktelegramm der Bayerischen Staatsregierung (Ehard) an Adenauer vom 14. Juli 1954 in B 136/5046, vgl. dazu auch Bulletin vom 15. Juli 1954 S. 1159. - Weitere einschlägige Unterlagen in B 126/13973; B 136/820; B 146/161, 241a; zahlreiche Mitteilungen des BPA im Zeitraum 9. Juli (Nr. 745/54) bis 9. Aug. 1954 (Nr. 885/54).

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