2.45.1 (k1954k): A. Sportreise der russischen Mannschaft „Dynamo"

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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[A.] Sportreise der russischen Mannschaft „Dynamo"

Der Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen gibt zu erwägen, ob das Spiel der russischen Mannschaft „Dynamo" in Krefeld verhindert werden soll 3. Er hält es für sehr unerwünscht, daß die russische Mannschaft ausgerechnet am Gedenktag für die Kriegsgefangenen in der deutschen Öffentlichkeit auftritt und beifällig begrüßt wird.

3

Die Eishockey-Mannschaft Dynamo Moskau hatte am 20. Okt. in Köln und am 21. Okt. in Düsseldorf gegen deutsche Mannschaften gespielt und deutlich gewonnen. Weitere Spiele sollten am 24. Okt. in Krefeld und am 26. Okt. 1954 in Bad Nauheim stattfinden (Unterlagen in B 106/1955 und B 136/5551). - Siehe auch Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 22. und 23. Okt. 1954. - Zur Beurteilung der kulturellen und sportlichen Kontakte mit der DDR durch den BMG vgl. auch Franz Thedieck: Politik mit Geige, Feder und Fußball. Kulturpolitische Sirenenklänge aus der Sowjetzone - Eine Zersetzungs- und Infiltrationstaktik (Bulletin vom 9. Nov. 1954 S. 1905 f.).

Staatssekretär Bleek teilt mit, das Bundesministerium des Innern habe die Frage geprüft, habe aber feststellen müssen, daß es schwer möglich sei, die Veranstaltung zu verhindern. Die Versuche, über den Minister des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Meyers 4, in dieser Richtung etwas zu erreichen, würden fortgesetzt 5.

4

Dr. iur. Franz Meyers (geb. 1908). Rechtsanwalt; 1950-1970 MdL (CDU), 1952 Oberbürgermeister von Mönchengladbach, 1952-1956 Innenminister und 1958-1966 Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. - Meyers, Franz: gez. Dr. Meyers, Summe eines Lebens. Düsseldorf 1982.

5

Unterlagen nicht ermittelt. - Die Spiele fanden statt (siehe Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 25. und 28. Okt. 1954).

Der Bundesminister für Arbeit rät, nur dann einzugreifen, wenn gesichert sei, daß nicht wieder wie bei dem Film „Bis 5 nach 12" eine Panne eintrete 6.

6

Vgl. 24. Sitzung am 19. März 1954 TOP C.

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