2.12.3 (k1957k): 3. Neuprägung der Bundesmünzen zu 2 DM, BMF

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 10. 1957Das 3. Kabinett Adenauer bei Bundespräsident Theodor HeussTelegramm des FDP-Bundesvorsitzenden Reinhold Maier an  AdenauerEs ist schon wieder fünf Minuten vor Zwölf!CDU-Wahlplakat 1957

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3. Neuprägung der Bundesmünzen zu 2 DM, BMF

Der Bundesminister der Finanzen begründet seine Vorlage 7. Es seien für die neuen 2-DM-Münzen Persönlichkeiten vorgeschlagen worden, die außerhalb des politischen Lebens gestanden hätten. Zu empfehlen seien die preisgekrönten Entwürfe 8 des Bildhauers Karl Roth 9, welche auch die Zustimmung des kulturpolitischen Ausschusses des Bundestages gefunden hätten 10. Der Vizekanzler gibt zu bedenken, ob es nicht bei diesem oder einem künftigen Anlaß zweckmäßig sei, eine Persönlichkeit aus den Gebieten jenseits der Oder-Neiße-Linie herauszustellen. Der Bundesminister des Innern hält es nicht für zweckmäßig, dreierlei Geldstücke desselben Wertes mit verschiedenen Münzbildern herauszugeben.

7

Siehe 63. Sitzung am 5. Mai 1950 TOP 3 (Kabinettsprotokolle 1950, S. 363 f.). - Vorlage des BMF vom 28. Febr. 1957 in B 126/24107 und B 136/7337. - Nach einem Beschluß des Bundestages vom 30. Sept. 1955 sollten gemäß BT-Drs. 1084 die bisher in Umlauf befindlichen Münzen durch eine neue, unverwechselbare Prägung ersetzt werden (Stenographische Berichte, Bd. 26, S. 5760). Nachdem die Bundesregierung im Umlaufverfahren Gestalt, Gewicht, Material und Gesamtmenge nach dem Gesetz über die Ausprägung von Scheidemünzen vom 8. Juli 1950 (BGBl. I 323) bestimmt hatte, sollte das Kabinett nun über das Münzbild entscheiden.

8

Für die Bildseite waren der Physiker Max Planck, der Mediziner Robert Koch und der Ingenieur Oskar von Miller vorgeschlagen.

9

Karl Roth (1900-1967). Bildhauer und Medailleur in München.

10

Vgl. das Protokoll der 49. Sitzung des Ausschusses für Kulturpolitik am 7. Febr. 1957 in Parlamentsarchiv des Deutschen Bundestages. - Unterlagen über den Wettbewerb in B 126/24107.

Nach kurzer Debatte beschließt das Kabinett:

a) Es wird nur ein einheitliches neues 2-DM-Stück herausgegeben,

b) auf der Bildseite erscheint der Kopf von Max Planck 11 in der Ausführung des Entwurfs von Roth,

11

Max Planck (1858-1947). 1885 Professor für Physik in Kiel, seit 1889 in Berlin, 1912-1938 Sekretär der Preußischen Akademie der Wissenschaften, langjähriger Vorsitzender der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, 1918 Nobelpreis für Physik, 1920-1937 und 1945-1946 Präsident der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (1948 umbenannt in Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften).

c) auf der Rückseite soll die Wertzahl (2) kräftig hervorgehoben werden 12.

12

Bekanntmachung über die Ausgabe von Bundesmünzen im Nennwert von 2 Deutschen Mark vom 12. Juni 1958 (BGBl. I 419).

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