3.2 (k1959k): B. Sonstige Teilnehmer, Gäste

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 12. 1959»Westliche Gipfelkonferenz« in ParisKarikaturenband »Wer hätte das von uns gedacht«Schreiben Eisenhowers an Heuss vom 28. August 1959Portrait Ludger Westrick

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Text

B. Sonstige Teilnehmer, Gäste

Josef Arndgen (1894-1966)

1932-1933 Vorsitzender des Zentralverbandes Christlicher Lederarbeiter, 1933-1945 Lebensmittelkaufmann, zweimalige Verhaftung, zuletzt nach dem 20. Juli 1944, 1946-1949 MdL Hessen, 1947-1949 Minister für Arbeit und Wohlfahrt des Landes Hessen, 1949-1965 MdB (CDU), dort 1949-1957 stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Sozialpolitik, 1957-1958 Vorsitzender des Ausschusses für Arbeit, 1952-1957 Bundesbeauftragter für die Wahlen in der Sozialversicherung.

Otto Freiherr von Bechtolsheim siehe Regelmäßige Teilnehmer - Protokollführer

Karl Blessing (1900-1971)

Seit 1920 Tätigkeit bei der Reichsbank, 1930-1934 abgeordnet zur Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), dort Abteilungsleiter, 1934-1937 Reichswirtschaftsministerium, 1937-1939 Mitglied des Reichsbankdirektoriums, 1939-1941 Vorstandsmitglied der Margarine-Union AG (Tochtergesellschaft von Unilever), 1941-1945 kriegsdienstverpflichtet in der Mineralölwirtschaft, 1948-1957 erneut Tätigkeit bei Unilever, Mitglied von Aufsichtsräten verschiedener Unternehmen, 1958-1969 Präsident der Deutschen Bundesbank.

Prof. Dr. Fritz Burgbacher (1900-1978)

1923 Syndikus der Dresdner Bank in Mainz, ab 1925 Wirtschafts- und Steuerberater, 1928-1931 MdL Hessen (Zentrum), 1929-1971 Rheinische Energie AG (Rhenag), zuletzt Vorstandsmitglied, 1933-1934 Stadtverordneter in Köln, seit 1943 Dozent für Fragen der Energiewirtschaft an der Universität Köln (seit 1955 Honorarprofessor), 1952-1967 Landesschatzmeister der CDU Rheinland, 1960-1967 Bundesschatzmeister der CDU, 1957-1976 MdB, 1958-1977 MdEP, dort 1959-1967 Vorsitzender des Ausschusses für Fragen der Energie und Wirtschaftspolitik bzw. (seit 1962) des Energieausschusses, 1973-1975 Vizepräsident, 1967-1969 Mitglied der Nordatlantischen Versammlung, dort Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses, Vorstandsmitglied des Bundes Katholischer Unternehmer.

Prof. Dr. Karl Carstens (1914-1992)

1945-1949 Rechtsanwalt und 1945-1947 Referent beim Senator für Justiz und Verfassung in Bremen, 1949-1954 Bevollmächtigter Bremens beim Bund, 1950-1973 Lehrtätigkeit für Staats- und Völkerrecht an der Universität Köln (1960 Ordinarius), 1954-1966 AA, dort 1954-1955 Gesandter und Leiter der ständigen Vertretung der Bundesrepublik beim Europarat, 1955-1958 stellvertretender Leiter der Politischen Abteilung, 1958-1960 Leiter der Abteilung West I (mit Zuständigkeit u.a. auch für die europäische Integration), 1960-1966 Staatssekretär und ab 1961 ständiger Vertreter des Bundesaußenministers, 1966-1967 Staatssekretär im BMVtg, 1968-1969 Chef des Bundeskanzleramts, 1969-1972 Leiter des Forschungsinstituts der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, 1972-1979 MdB (CDU), dort 1973-1976 Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion, 1976-1979 Präsident des Deutschen Bundestages, 1979-1984 Bundespräsident.

Dr. Herbert Dittmann (1904-1965)

1929-1945 im auswärtigen Dienst mit Stationen in Moskau (1933-1936), Jerusalem (1939), Teheran (1940-1941) und Izmir (1943-1945), 1946-1948 Richter beim Landgericht Dortmund, 1948-1949 beim Oberlandesgericht Hamm, 1949-1951 stellvertretender Leiter der Verbindungsstelle des Bundeskanzleramtes zur Allierten Hohen Kommission, 1951-1965 erneut im auswärtigen Dienst, dort 1951-1952 Leiter der Personalabteilung im AA, 1953-1958 Generalkonsul in Hongkong, 1958-1959 ständiger Vertreter des Staatssekretärs im AA, 1959-1962 Botschafter in Rio de Janeiro, 1962-1965 in Tokio.

Dr. Werner Dollinger (geb. 1918)

1943-1945 Kriegsdienst, nach Kriegsende Mitbegründer der CSU, seit 1946 Leitung einer Ziegelei, 1946-1964 Stadtrat in Neustadt/Aisch (CSU), 1953-1990 MdB, 1957-1961 und 1969-1976 stellvertretender, 1961-1962 Vorsitzender der CSU-Landesgruppe, 1961-1962 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1980-1982 Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft, 1956-1958 Mitglied der Gemeinsamen Versammlung der EGKS, seit 1957 Mitglied des geschäftsführenden Landesvorstandes bzw. Präsidiums der CSU, 1964-1987 stellvertretender Vorsitzender der CSU, 1962-1966 Bundesschatzminister, 1966 (November-Dezember) auch Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit), 1966-1969 Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen, 1971-1991 Mitglied der Synode der EKD, 1975-1993 Vorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises der CSU und stellvertretender Bundesvorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises von CDU und CSU, 1982-1987 Bundesminister für Verkehr.

Josef-Hermann Dufhues (1908-1971)

1935-1945 Rechtsanwalt, 1945 Mitbegründer der CDU Westfalen, 1946-1950 Vorsitzender der Jungen Union Westfalen, 1949-1950 Bundesvorsitzender der Jungen Union Deutschlands, 1945-1946 Richter am Landgericht Bochum, ab 1946 erneut Rechtsanwalt, ab 1951 gleichzeitig Notar, 1946-1947 und 1950-1971 MdL Nordrhein-Westfalen, 1958-1962 Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen, 1959-1971 Vorsitzender des Landesverbandes Westfalen-Lippe der CDU, 1962-1966 geschäftsführender Bundesvorsitzender der CDU, 1966-1969 Vorsitzender des Präsidiums der CDU in Nordrhein-Westfalen, 1966 Präsident des Landtags von Nordrhein-Westfalen.

Dr. Konrad Elsholz (1911-1990)

1933-1944 Stadtinspektor bei der Stadt Berlin, 1945 Abteilungsleiter beim Landratsamt Marburg, ab 1947 beim Gemeinsamen Deutschen Finanzrat, bzw. Verwaltung für Finanzen des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, ab 1950-1962 BMF, dort zunächst Leiter des Referats II C 4 (Sozialaufwendungen), 1952-1954 Leiter der Referate II C 6 (Sozialleistungen: Generalreferat) und II A 11 (Bundeshaushalt Einzelpläne XI und XXVI), 1954-1958 Leiter des Referats II C 10 (Sozialreform, Sozialversicherung, Kriegsopferversorgung), 1957-1962 Leiter des Referats II A 7 (Bundeshaushalt: Einzelplan 11, Sozialreform, Sozialversicherung, Kriegsopferversorgung), 1962-1965 Oberstadtdirektor von Remscheid, anschließend Beigeordneter des Deutschen Städtetages.

Dr. Karl Frank (1900-1974)

1923-1926 im Badischen Justiz- und Verwaltungsdienst, 1926-1927 Reichsministerium des Innern, 1927-1931 Bürgermeister von Eberbach am Neckar, 1931-1945 Oberbürgermeister von Ludwigsburg, seit 1948 Rechtsanwalt in Ludwigsburg, 1951-1960 Finanzminister des Landes Württemberg-Baden bzw. (ab 1952) des Landes Baden-Württemberg, 1952-1964 MdL Baden-Württemberg (FDP/DVP), seit 1953 Vorsitzender des FDP-Finanzausschusses, 1956-1960 Vorsitzender des Finanzausschusses des Bundesrats, 1960-1967 Vorsitzender des Vorstands der Energieversorgung Schwaben AG, 1968-1974 Vorsitzender des Aufsichtsrats der Bausparkasse GdF Wüstenrot, gleichzeitig seit 1960 Aufsichtsratsmitglied bzw. -vorsitzender zahlreicher Banken, Industrieunternehmungen sowie Anlage- und Investmentgesellschaften.

Dr. Ludwig Franz (1922-1990)

1941-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1949-1950 politischer Redakteur des „Donauboten", 1950-1953 des „Tagesanzeigers" und der „Deutschen Tagespost", 1953-1976 MdB (CSU), 1953-1965 Sekretär des Katholischen Werkvolkes, seit 1959 dessen Vorsitzender.

Prof. Dr. Hans Furler (1904-1975)

Seit 1929 Rechtsanwalt in Pforzheim, 1930-1945 Lehrtätigkeit an der Technischen Hochschule Karlsruhe, 1949 außerplanmäßiger Professor für gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht an der Universität Freiburg i. Br., 1953-1972 MdB (CDU), dort Vorsitzender des Sonderausschusses Gemeinsamer Markt/EURATOM, 1959-1960 Vorsitzender des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten, 1955-1958 Mitglied, seit 1956 Präsident der Gemeinsamen Versammlung der EGKS, 1957-1973 Mitglied der Beratenden Versammlung des Europarats und der Versammlung der Westeuropäischen Union, 1958-1973 MdEP, 1958-1960 Vizepräsident, 1960-1962 Präsident, 1962-1973 erneut Vizepräsident des Europäischen Parlaments, 1958-1966 Präsident des Deutschen Rates der Europäischen Bewegung.

Walter Gaßmann (1903-1979)

Seit 1925 Sparkassenleiter, 1937-1938 im öffentlichen Prüfungs- und Revisionswesen, seit 1938 kaufmännischer Direktor bei der Daimler-Benz AG, seit 1955 Vizepräsident der Internationalen Vereinigung für Soziale Sicherheit, Genf, und Vorstandsvorsitzender des Verbandes Deutscher Rentenversicherungsträger, Stuttgart, 1956 Mitglied des Beirats zur Neuordnung der sozialen Leistungen beim BMA, seit 1957 stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrats der Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung, 1957-1965 MdB (CDU).

Dr. Johann Baptist Gradl (1904-1988)

1926-1930 Redaktionstätigkeit bei der Zentrums-Zeitung „Germania" in Berlin, 1931-1945 Mitglied der Geschäftsführung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes bzw. (ab 1938) der Reichsgruppe Banken, 1945 Mitbegründer der CDU in Berlin, seit 1947 Verleger der Zeitung „Der Tag", 1954 Gründungsmitglied des Kuratoriums Unteilbares Deutschland, 1957-1980 MdB, dort 1957-1965 stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für gesamtdeutsche und Berliner Fragen, 1969-1972 Vorsitzender des Ausschusses für innerdeutsche Beziehungen, 1958-1975 Vorsitzender des Forschungsbeirats für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands, 1965-1966 Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte, 1966 (8. Nov.-1. Dez.) zugleich Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen, 1970-1987 Vorsitzender der Exil-CDU, 1973-1987 Vorsitzender des Geschäftsführenden Präsidiums des Kuratoriums Unteilbares Deutschland.

Karl Gumbel (1909-1984)

1946 Oberregierungspräsidium Pfalz in Neustadt, 1947-1949 Ministerium des Innern des Landes Rheinland-Pfalz, 1949-1955 Bundeskanzleramt, dort zuletzt 1953-1955 Leiter der u.a. für Inneren Dienst, Personal sowie Angelegenheiten des BMI, BMJ, BMG, BMBR, BMFa, BMAt, AA und der Dienststelle Blank bzw. des BMVtg zuständigen Unterabteilung A, 1955-1966 BMVtg, dort Leiter der Abteilung III (Personal), 1959-1964 Stellvertreter des Staatssekretärs und 1964-1966 Staatssekretär, 1967-1969 Staatssekretär im BMI.

Karl Theodor Freiherr von und zu Guttenberg (1921-1972)

1938-1945 Wehr- bzw. Kriegsdienst und Gefangenschaft, danach Forst- und Landwirt, Übernahme des Familienbesitzes, 1952-1957 Landrat in Stadtsteinach, 1957-1972 MdB (CSU), 1961-1972 Mitglied des CSU-Landesvorstandes, 1967-1969 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundeskanzler.

Karl Hahn (1901-1982)

1924-1934 Tätigkeit im Deutschnationalen Handlungsgehilfen-Verband (1930-1933 Gauvorsteher für Berlin und Brandenburg), seit 1934 kaufmännische Tätigkeit in der Lebensmittel- und Süßwarenbranche, ab 1950 Betriebsberater, 1953-1969 MdB (CDU), Bezirksvorsitzender der CDU Ostwestfalen-Lippe, Vorstandsmitglied des Internationalen Bundes der Christlichen Angestelltengewerkschaft, 1958-1970 MdEP.

Prof. Dr. Walter Hallstein (1901-1982)

1929 Privatdozent, 1930-1941 Professor für Privat- und Gesellschaftsrecht, 1946 Lehrstuhl für Internationales Privatrecht, Völkerrecht, Rechtsvergleichung und Gesellschaftsrecht an der Universität Frankfurt/Main, 1950 Leiter der deutschen Verhandlungsdelegation für den Schuman-Plan, 1950-1951 Staatssekretär im Bundeskanzleramt, 1951-1958 (Januar) im AA, 1958-1967 Präsident der Kommission der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft in Brüssel, 1968 Präsident des Rates der Europäischen Bewegung, 1969-1972 MdB (CDU).

Dr. Fritz Hellwig (geb. 1912)

1933-1939 in der Geschäftsführung der IHK Saarbrücken, 1939-1940 in der Geschäftsführung der Bezirksgruppe Nordwest und 1940-1943 Geschäftsführer der Bezirksgruppe Südwest der Wirtschaftsgruppe Eisenschaffende Industrie, 1943-1947 Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, seit 1947 in den wirtschaftspolitischen Ausschüssen der CDU, Mitbegründer und Vorstandsmitglied des Deutschen Saarbundes, 1951-1959 Geschäftsführender Direktor des Deutschen Industrieinstituts in Köln, 1953-1959 (30. Nov.) MdB, dort 1956-1959 Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaftspolitik bzw. des Wirtschaftsausschusses, 1959 (25. Febr.-14. Sept.) MdEP, 1959 (15. Sept.)-1967 Mitglied der Hohen Behörde der EGKS in Luxemburg, 1967-1970 Vizepräsident der Europäischen Gemeinschaften in Brüssel.

Étienne Hirsch (1901-1994)

Bis 1940 Tätigkeit in der Privatindustrie, 1940-1944 in der Résistance, 1946-1959 im französischen Planungsamt, dort 1949-1952 stellvertretender Generalkommissar, 1952-1959 Generalkommissar, 1959-1962 Präsident der EURATOM-Kommission, Brüssel, danach u.a. Präsident des Institut technique de prévision économique et sociale und Professor für europäische Studien in Brüssel, ab Mai 1966 Mitglied im „Schattenkabinett" des französischen Sozialistenführers Mitterand.

Hermann Höcherl (1912-1989)

1940-1945 Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, 1948-1949 Rechtsanwalt in Regensburg, 1949 Eintritt in die CSU, 1950-1951 Staatsanwalt in Deggendorf, 1951-1953 Amtsgerichtsrat in Regensburg, 1953-1976 MdB, dort 1957-1961 Vorsitzender der Landesgruppe der CSU und stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1961-1965 Bundesminister des Innern, 1965-1969 Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, 1969-1972 stellvertretender Vorsitzender der Landesgruppe der CSU und erneut stellvertretender Fraktionsvorsitzender, Vorsitzender des Vermittlungsausschusses.

Volkmar Hopf siehe Staatssekretäre

Peter Horn (1891-1967)

1925-1936 geschäftsführendes Vorstandsmitglied im Verband katholischer kaufmännischer Vereinigungen Deutschlands, 1928-1933 Leiter der politisch-parlamentarischen Verbindungsstelle des Verbandes in Berlin, seit 1937 Geschäftsführer der Barmer Ersatzkasse, Frankfurt/Main, 1946-1950 Stadtverordneter in Frankfurt/Main (CDU), 1947 Vorsitzender der CDU in Frankfurt/Main, 1947-1949 Mitglied des Wirtschaftsrats des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1950 MdL Hessen, 1950-1965 MdB, dort ab 1953 Vorsitzender des Arbeitskreises IV - Arbeit und Soziales, Jugend, Familie und Gesundheit - der CDU/CSU-Fraktion.

Dr. Kurt Jantz (1908-1984)

1934-1935 Deutscher Gemeindetag, 1935 Reichswirtschaftsministerium, 1935-1938 Reichsversicherungsamt, 1938-1945 Reichsarbeitsministerium, dort Referent für die Kranken- und Unfallversicherung, 1947-1949 Theologiestudium, 1949-1951 Vikar und Dozent an der Kirchlichen Hochschule Bethel, 1951-1953 BMF, dort Leiter des Referats II C 8 (Sozialversicherung, Kriegsopferversorgung), 1953-1973 BMA, dort 1953-1955 Leiter des Referats IV 1 (Generalreferat für die Reform der Sozialversicherung), 1955-1973 Leiter der Abteilung IV (Sozialversicherung), 1955 (Juli)-1970 Generalsekretär für die Sozialreform, ab 1957 Mitglied des Sachverständigenbeirats für soziale Sicherheit im Internationalen Arbeitsamt in Genf, ab 1966 Honorarprofessor für Sozialpolitik an der Universität Köln.

Dr. Friedrich Janz (1898-1964)

1927-1945 AA bzw. auswärtiger Dienst, 1947-1950 Badisches Ministerium der Finanzen, 1950-1952 Badische Staatskanzlei, 1952-1953 AA, 1953-1959 Ministerialdirektor des Bundeskanzleramts, 1959-1961 Leiter der Rechtsabteilung im AA, 1961-1963 Botschafter in Wien.

Hans Katzer (1919-1996)

1929 Mitglied des Katholischen Jugendbundes Neudeutschland, 1939-1945 Kriegsdienst, 1945 Mitbegründer der CDU, 1945-1949 Arbeitsamt Köln, 1950-1957 Stadtrat in Köln, 1950-1977 Hauptgeschäftsführer bzw. (ab 1963) Vorsitzender der Sozialausschüsse der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), 1957-1980 MdB (CDU), dort 1961-1965 Vorsitzender des Ausschusses für wirtschaftlichen Besitz des Bundes, 1969-1980 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1965-1969 Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung, 1969-1980 stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU.

Karl Heinrich Knappstein (1906-1989)

1937-1945 Schriftleiter der Frankfurter Societätsdruckerei, 1945-1948 Hessisches Ministerium für politische Befreiung, 1948-1950 Pressechef des Verwaltungsrates des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1950-1951 am Generakonsulat in New York, 1951-1956 Generalkonsul in Chicago, 1956-1958 Botschafter in Madrid, 1958-1960 stellvertretender Staatssekretär im AA, 1960-1962 Beobachter der Bundesrepublik bei den Vereinten Nationen, 1962-1969 Botschafter in Washington.

Hans Clausen Korff (1905-2000)

1933-1940 Landesfinanzamt Schleswig-Holstein sowie Finanzämter Flensburg, Wismar, Schwerin, Hagenow und Berlin-Mitte, 1940-1945 Leiter der Abteilung Finanzen beim Reichskommissar für die besetzten norwegischen Gebiete, 1948 Oberfinanzpräsidium Schleswig-Holstein, 1948-1949 Ministerium für Finanzen und 1949-1950 Landeskanzlei des Landes Schleswig-Holstein, 1950 Stellvertretender Bevollmächtigter des Landes Schleswig-Holstein beim Bund, 1950-1969 BMF, dort 1950-1957 Leiter des Referats II A 2 (Bundeshaushalt: Einzelpläne 12 und 13, Haushalt der Verkehrsträger, Hilfsmaßnahmen für Handelsflotte, Beteiligung an Verkehrsmittelunternehmungen), 1957-1958 Leiter der Unterabteilung VI A (Finanzbeziehungen zu den internationalen Einrichtungen, zu den Ländern und Gemeinden, Wirtschafts- und Verkehrsangelegenheiten), 1958-1959 Leiter der Abteilung VI (Finanzbeziehungen zu den Ländern, Wirtschaftsförderung, Verteidigungslasten, Rechtsangelegenheiten u. a.), 1959 (November)-1969 Leiter der Abteilung II (Bundeshaushalt).

Dr. Heinz L. Krekeler (geb. 1906)

1930-1934 Chemiker in Berlin, 1934-1945 bei der IG-Farben-Industrie AG in Ludwigshafen; 1946-1947 MdL Lippe (FDP), 1947-1950 MdL Nordrhein-Westfalen, stellvertretender Vorsitzender des FDP-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen, 1950-1951 Generalkonsul in New York, 1951-1955 Geschäftsträger und 1955-1958 Botschafter in Washington, 1958-1964 Mitglied der Kommission der Europäischen Atomgemeinschaft in Brüssel.

Dr. Hans Kroll (1898-1967)

1920-1945 auswärtiger Dienst mit Stationen u.a. in Lissabon (1921-1922), Madrid (1922-1923), Moskau (1923), Odessa (1923-1925) und Chicago (1925-1929), in der Zentrale (1929-1936) sowie in Ankara (1936-1943) und Barcelona (1943-1945), dort Generalkonsul I. Klasse, 1947-1948 außenpolitischer Berater der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, 1950-1953 BMWi, dort ständiger Delegierter der Bundesregierung für die Pariser Osthandels-Ausschüsse, 1951-1953 in der Abteilung V (Außenwirtschaft) Leiter der Gruppe West-Ost-Handel einschließlich Interzonenhandel, 1953-1955 Botschafter in Belgrad, 1955-1958 in Tokio und 1958-1962 in Moskau.

Dr. Heinrich Krone (1895-1989)

1923-1933 stellvertretender Generalsekretär der Deutschen Zentrumspartei und Vorsitzender des Reichsverbandes der Windthorstbunde, 1925-1933 MdR, 1934-1945 Mitbegründer und Geschäftsführer des Caritas-Notwerkes, 1945 Mitbegründer der CDU in Berlin und 1947-1951 Mitglied des Landesvorstandes der Berliner CDU, 1949-1969 MdB (CDU), dort 1951-1955 Geschäftsführer und 1955-1961 Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion, 1958-1964 stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU, 1961-1964 Bundesminister für besondere Aufgaben, 1964-1966 Bundesminister - Der Vorsitzende des Bundesverteidigungsrates bzw. (ab 1965) Bundesminister für die Angelegenheiten des Bundesverteidigungsrates.

Hans Krüger (Olpe) (1902-1971)

1938 Landgerichtsrat in Stargard (Pommern), 1940 Oberamtsrichter in Konitz (Westpreußen), 1943-1945 Kriegsdienst, seit 1948 Mitglied des Bundes vertriebener Deutscher, seit 1952 Rechtsanwalt und seit 1956 Notar in Olpe, 1957-1965 MdB (CDU), 1958-1964 Präsident des Bundes der Vertriebenen, 1963-1964 Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte.

Hans Lauscher (1904-1981)

Seit 1931 Rechtsanwalt in Greven (Westfalen), 1933-1935 nebenberuflicher Syndikus der Siedlungsgesellschaft Münster-Land, 1942 Notar, 1942-1944 Wirtschaftssachverständiger an der Regierung in Münster, 1944-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, seit 1946 erneut Rechtsanwalt in Greven, 1948-1950 Bezirksvorsitzender der CDU des Münsterlandes, 1950-1966 MdL Nordrhein-Westfalen, dort 1962-1966 Vorsitzender des Ausschusses für Landesplanung, 1958-1962 Minister für Wirtschaft und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, 1965-1971 Vorsitzender des Verbandes der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung.

Dr. Ernst Majonica (1920-1997)

1942-1946 Kriegsdienst und Gefangenschaft, Rechtsanwalt, seit 1946 Mitglied der CDU, 1950-1955 Bundesvorsitzender der Jungen Union, 1950-1972 MdB, dort 1959-1969 Vorsitzender des Arbeitskreises Auswärtige und Verteidigungsfragen der CDU/CSU-Fraktion, 1979-1984 MdEP.

Walter Mann (1898-1976)

1926-1947 in der Forstverwaltung, u.a. 1936-1939 Vorstand des Forstamtes Kösching, 1939-1945 Abteilungsleiter bei der Forstverwaltung Krakau, 1947-1949 Verwaltung für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten des Vereinigten Wirtschaftsgebiets, 1949-1963 BML, dort 1949-1951 Leiter des Referates V A 3 (u.a. Planung des Holzeinschlags, Vertretung bei OEEC und FAO, Grundsatzfragen der Holzein- und -ausfuhr, Rohholzpreise, Holzzölle), 1951-1963 Leiter der Abteilung V (Forst- und Holzwirtschaft).

Dr. Berthold Martin (1913-1973)

1934-1936 Leiter der „Bekennenden Studenten", 1939-1945 Kriegsdienst, 1945 Mitgründer der CDU in Gießen, seit 1946 Oberarzt und stellvertretender Direktor am psychiatrischen Krankenhaus in Gießen, 1954-1957 MdL Hessen, 1957-1973 MdB, dort 1961-1965 Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Publizistik, 1961-1969 des Unterausschusses für Auslandskulturarbeit des Auswärtigen Ausschusses und 1971-1972 der Enquete-Kommission Auswärtige Kulturpolitik.

Dr. Hermann Martinstetter (1907-1977)

1949-1950 Landestreuhänder für den Reichsnährstand in München, 1950-1972 BML, dort 1951-1955 Leiter des Referats III A 2, ab 1953: VII 2 (Zahlungsverkehr mit dem Ausland, Devisenbewirtschaftung, Devisenrecht, Einfuhrverfahren, Einfuhrausschuss), 1955-1958 Leiter der Unterabteilung VII A (Grundsatzfragen des Außenhandels, Wirtschaftsbeziehungen zu den Ländern der EZU und des Vorderen Orients), 1958-1963 Leiter der Unterabteilung VII B (Außenhandelsrecht, Zoll- und Devisenpolitik, Wirtschaftsbeziehungen zu Ost- und Südosteuropa sowie zu den überseeischen Ländern, Internationale Landwirtschafts- und Warenabkommen), 1964-1970 Leiter der Abteilung I (Allgemeine Verwaltung), 1970-1972 der Abteilung VII (Außenwirtschaft).

Alois Niederalt (geb. 1911)

1939-1940 Landratsamt Wolfratshausen, 1940-1942 Leiter der Landratsaußenstelle Bad Reichenhall und staatlicher Badekommissar, 1942-1945 Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, 1947-1949 Landratsämter Laufen (Obb.) und Traunstein, 1949-1953 Bayerische Staatskanzlei, Dienststelle des Bevollmächtigten Bayerns beim Bund in Bonn, dort zuletzt Vertreter des Bevollmächtigten, 1953-1969 MdB (CSU), dort 1961-1962 stellvertretender Vorsitzender der CSU-Landesgruppe, 1962-1966 Bundesminister für Angelegenheiten des Bundesrates und der Länder.

Dr. Ludwig Preiß (1910-1996)

1937-1939 Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Agrarwesen und Wirtschaftspolitik der Universität Göttingen, 1939 Agrarreferent in der volkswirtschaftlichen Abteilung der IG Farbenindustrie AG, Berlin, 1939-1945 Kriegsdienst, 1945 Übernahme eines landwirtschaftlichen Betriebes, 1949-1961 und 1964-1972 MdB (FDP, 1956-1957 DA, FVP bzw DP/FVP, 1957-1960 DP, seit 1960 CDU), 1961-1964 Wirtschafts- und Außenhandelsberater.

Dr. Maria Probst (1902-1967)

Lehrerin, 1946-1949 MdL Bayern (CSU), 1949-1967 MdB, dort 1957-1965 stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Kriegsopfer- und Heimkehrerfragen, 1965-1967 Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Mitglied des Hauptvorstandes des VdK, 1958-1967 MdE, Präsidentin der Europäischen Frauen-Union.

Walter Roemer (1902-1985)

1929-1945 Justizdienst, 1945-1950 Bayerisches Staatsministerium der Justiz, 1950-1968 BMJ, dort Leiter der Abteilung Öffentliches Recht.

Dr. Emanuel Sassen (geb. 1911)

1936-1950 Tätigkeit als Rechtsanwalt, 1939-1958 Mitglied der Provinzialstaaten der niederländischen Provinz Nordbrabant, 1945-1946 Mitglied der Regierung von Nordbrabant, 1946-1948 und 1952-1958 Mitglied der ersten Kammer der Generalstaaten, 1949-1950 niederländischer Minister für die überseeischen Gebiete, 1950-1958 Mitglied der Zentralen Berufungskammer, 1952-1958 Mitglied der Gemeinsamen Versammlung der EGKS, 1958-1970 Mitglied der Kommission der EURATOM, nach 1970 Tätigkeiten in der Privatindustrie.

Kurt Schmücker (1919-1996)

1938-1940 Tätigkeit als Buchdrucker bei den „Oldenburgischen Nachrichten", 1940-1946 Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, Übernahme der elterlichen Druckerei, 1949-1972 MdB (CDU), dort 1959-1961 Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses, 1956-1966 Vorsitzender der CDU-Mittelstandsvereinigung, 1963-1966 Bundesminister für Wirtschaft, 1966 (8. Nov.-1. Dez.) zugleich Bundesminister der Finanzen, 1966-1969 Bundesschatzminister, 1968-1971 Bundesschatzmeister der CDU, 1972-1986 Bürgermeister von Löningen (Oldenburg).

Herbert Schneider (Bremerhaven) (1915-1995)

1937-1945 Offizier, seit 1947 Mitglied der Bremer Bürgerschaft (DP), 1951-1961 Landesvorsitzender der DP in Bremen, 1952-1953 Generalsekretär der DP, 1953-1961 und 1969-1972 MdB (1953-1961 DP, 1961 fraktionslos, 1969-1972 CDU), dort 1957-1960 Fraktionsvorsitzender der DP, 1958 stellvertretender, 1961-1962 Bundesvorsitzender der DP, 1962-1969 Geschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie.

Dr. Ludwig Schneider (Lollar) (1898-1978)

Seit 1928 Rechtsanwalt, 1949-1961 MdB (FDP, 1956 FVP, Fraktionsvorsitzender, 1957 DP/FVP, 1957 DP, 1961 CDU), dort 1953-1957 Vorsitzender des Wahlprüfungsausschusses, 1953-1957 Vizepräsident des Deutschen Bundestages.

Dr. Waldemar Schönleiter (1903-1978)

1933-1935 beim Kommissar für die Osthilfe, Rostock, 1935-1936 Oberste Bauleitung der Reichsautobahnen, Halle, 1936-1938 Versorgungsamt Frankfurt/Main und Hauptversorgungsamt Südwestdeutschland, 1938-1942 Reichsversorgungsgericht Berlin, 1942-1945 Reichsarbeitsministerium, 1945-1947 Versorgungsamt Verden und Hauptversorgungsamt Niedersachsen, 1947-1948 Zentralhaushaltsamt und Zentralamt für Arbeit in der Britischen Zone, 1948-1950 Verwaltung für Arbeit des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1950-1968 BMA, dort 1950-1962 Leiter der Unterabteilung IV b bzw. (ab 1955) V a (Kriegsopferversorgung), 1950-1954 gleichzeitig Leiter des Referates IV b 1 (Generalreferat für die Regelungen der Leistungen an Kriegsbeschädigte und Kriegshinterbliebene sowie der Organisation der Kriegsopfer-versorgung, zwischenstaatliche Vereinbarungen), 1955-1968 (bis 1962 gleichzeitig) Leiter der Abteilung V (Kriegsopferversorgung, Sozial- und Arbeitsmedizin).

Dr. Otto Stalmann (1905-1972)

1924-1945 Preußisches Justizministerium und Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft, 1946-1948 Zentralamt für Ernährung und Landwirtschaft in der britischen Zone, 1948-1950 Verwaltung für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1950-1970 BML, dort 1950-1953 Leiter des Referats III A 1 bzw. (ab 1952) VII 1 (Grundsatzfragen, ab 1952: Allgemeine Angelegenheiten des Außenhandels), 1953-1970 Leiter der Abteilung VII (Außenhandel).

Josef Stingl (geb. 1919)

Vor 1938 in der katholischen Jugendbewegung im Sudetenland, 1938-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1947-1952 Angestellter bei einer Wohnungsbaugesellschaft, zugleich 1949-1951 Studium an der Deutschen Hochschule für Politik, seit 1952 Referent für Sozialpolitik der IHK Berlin, 1953-1968 MdB (CDU), 1964-1969 Vorsitzender des CDU-Landesverbandes Oder-Neiße, 1968-1984 Präsident der Bundesanstalt für Arbeit, seit 1974 in der CSU.

Dr. Erich Stuckel (1903-1962)

Nach Studium Tätigkeit im Bankbereich, Dozent an der Staatlichen Schule für Wirtschaft, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsschutz in Frankfurt/Main, ab 1948 Geschäftsführer des Landesvereins für Innere Mission und des Evangelischen Hilfswerks in Lippe, ab 1952 Ratsherr der Stadt Detmold, 1954-1962 MdL Nordrhein-Westfalen (CDU), dort 1958-1959 stellvertretender, 1959 (Februar)-1962 Fraktionsvorsitzender, 1959-1962 Vorsitzender des Hauptausschusses.

Prof. Dr. Hermann Veit (1897-1973)

1928 Eintritt in die SPD, seit 1931 Rechtsanwalt in Karlsruhe, 1941 Dienstverpflichtung in der Industrie, 1945-1946 Oberbürgermeister von Karlsruhe, 1946-1951 MdL Württemberg-Baden, 1946-1960 Wirtschaftsminister des Landes Württemberg-Baden bzw. (ab 1952) Baden-Württemberg, 1951-1960 zugleich stellvertretender Ministerpräsident, 1949-1953 MdB, 1956-1973 MdL Baden-Württemberg, dort 1961-1964 Fraktionsvorsitzender, 1964-1973 Vizepräsident.

Prof. Dr. Friedrich Karl Vialon (1905-1990)

1929-1937 im Justizdienst, 1937-1942 und 1944-1945 Reichsfinanzministerium, 1942-1944 Leiter der Finanzabteilung beim Reichskommissariat Ostland in Riga, 1945-1950 in der Privatindustrie, 1950-1957 BMF, dort 1950-1952 Leiter des Referats II A 5 (Bundeshaushalt: Einzelpläne VI, VIII, XV, XXVI und ERP), 1952-1953 des Referats II A 9 (Finanzielle Verteidigungsfragen), 1953-1954 des Referats II A 1 (Generalreferat Bundeshaushalt, Einzelpläne 60 und 32), 1955-1957 Leiter der Unterabteilung II A, 1957 Leiter der Abteilung II (jeweils Bundeshaushalt), nach Ernennung Etzels zum BMF im Oktober 1957 einstweiliger Ruhestand, 1958-1962 Bundeskanzleramt, dort Leiter der u.a. für Wirtschaft, Landwirtschaft, Soziales und Verkehr zuständigen Abteilung II, 1962-1966 Staatssekretär im BMZ, ab 1963 Ermittlungsverfahren wegen Verdachts des Meineids (keine Kenntnis von Vernichtungsaktionen gegen Juden in Riga während des Zweiten Weltkriegs), 1971 Hauptverhandlung vor dem Landgericht Koblenz und Freispruch.

Dr. Heinrich Vockel (1892-1968)

1922-1933 Generalsekretär der Deutschen Zentrumspartei, 1934-1945 Tätigkeit bei der Hertie Waren und Kaufhaus GmbH in Berlin, 1945 Mitbegründer der CDU in Berlin, 1950-1962 Bevollmächtigter der Bundesrepublik Deutschland in Berlin.

Dr. Rudolf Vogel (1906-1991)

1930-1933 Redakteur mehrerer Zentrumszeitungen, 1933-1940 freier Journalist, 1945-1946 u. a. Arbeitsamtsleiter in Aalen, Ulm und Ludwigsburg, 1947 Deutsches Büro für Friedensfragen, 1948-1949 Mitglied des Wirtschaftsrates des Vereinigten Wirtschaftsgebietes (CDU), 1949-1964 MdB, dort 1949-1953 Vorsitzender des Ausschusses für Fragen der Presse, des Rundfunks und des Films, ab 1953 Haushaltsobmann der CDU/CSU-Fraktion, 1953 Bundesbeauftragter für Filmfragen und Vorsitzender des Abwicklungsausschusses zur Entflechtung des ehemaligen reichseigenen Filmvermögens, 1960-1964 Vorsitzender des Kuratoriums der Deutschen Stiftung für Entwicklungsländer und Vorsitzender der Südosteuropa-Gesellschaft, 1964-1968 Botschafter und Leiter der deutschen Vertretung bei der OECD in Paris, 1968-1969 Staatssekretär im BMSchatz.

Dr. Renatus Weber (1908-1992)

1934-1946 Landgericht Hamburg, dort 1937-1946 Staatsanwalt, 1940-1946 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1946-1948 Richter beim Amtsgericht Hamburg, seit 1948 Rechtsanwalt in Hamburg, 1949-1954 und 1957-1959 Mitglied der Hamburger Bürgerschaft (CDU), 1953-1957 Senator und Bevollmächtigter der Freien und Hansestadt Hamburg bei der Bundesregierung in Bonn, 1959 (März)-1967 BMBR, dort als Ministerialdirektor Vertreter des Ministers, 1967-1983 erneut Rechtsanwalt in Hamburg.

Bernhard Winkelheide (1908-1988)

Schlosser, 1929-1935 Sekretär der Katholischen Werkjugend, nach Auflösung des Verbandes politische Verfolgung, Handelsvertreter des Herder Verlages, 1940-1946 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1946 Diözesansekretär der Katholischen Arbeiterbewegung (KAB) im Bistum Münster, 1948-1949 Mitglied des Wirtschaftsrates des Vereinigten Wirtschaftsgebietes (CDU), 1949-1972 MdB, 1955 Mitbegründer des Gesamtverbandes der Christlichen Gewerkschaften Deutschlands, 1964-1968 Vizepräsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, 1965-1972 Vorsitzender der KAB Westdeutschlands.

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