2.25.3 (k1960k): 4. Gestaltung des Volkstrauertages

Zum Text. Zur Fußnote (erste von 3). Zu den Funktionen. Zum Navigationsmenü. Zum Navigationsbaum

 

Bandbilder:

Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 13. 1960Flugblatt des BeamtenbundesAm 16. August 1960 werden in Berlin neue Warenlisten und Vereinbarungen für den innerdeutschen Handel unterzeichnet Broschüre zur LebensmittelbevorratungSchreiben Adenauers betr. Salzgitter-Konzern

Extras:

 

Text

Tagesordnungspunkt als RTF Download

4. Gestaltung des Volkstrauertages

Staatssekretär Hopf bemerkt einleitend, es sollte erwogen werden, ob es nicht zweckmäßig sei, die Hauptfeier auf einen großen Ehrenfriedhof zu verlegen. Es könne dabei auch an eine Beteiligung der Bundeswehr - gegebenenfalls durch Stellung einer Ehrenkompanie - gedacht werden 7. Der Bundesminister des Innern teilt mit, daß für den diesjährigen Volkstrauertag der Herr Bundespräsident als Hauptsprecher vorgesehen sei 8. Es sei aber nicht nur wichtig, der Ausgestaltung der repräsentativen Feier erhöhte Aufmerksamkeit zu widmen, sondern es sei auch erforderlich, den örtlichen Veranstaltungen neuen Ausdruck zu geben. Im Vorstand des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge werde im übrigen in absehbarer Zeit ein Wechsel vor sich gehen, dessen Ergebnis vor Verhandlungen über den Versuch neuer Gestaltungsformen des Volkstrauertages zweckmäßigerweise erst abgewartet werde. Der Bundesminister des Innern regt unter Zustimmung des Stellvertreters des Bundeskanzlers und Bundesministers für Wirtschaft an, mit Rücksicht auf die Abwesenheit des Bundeskanzlers die weitere Erörterung hierüber zurückzustellen. Das Kabinett ist damit einverstanden 9.

7

Zur Gestaltung im Jahre 1959 siehe Sondersitzung am 4. Nov. 1959 TOP A (Kabinettsprotokolle 1959, S. 368). - Die Hauptfeier des seit 1952 am zweiten Sonntag vor dem Ersten Advent zum Gedächtnis an die Toten der beiden Weltkriege begangenen Volkstrauertages wurde vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. veranstaltet und hatte bislang im Bonner Bundeshaus stattgefunden. Adenauer, der im Vorjahr wegen der Aufführung eines modernen Spiels der Veranstaltung ferngeblieben war, hatte im April 1960 BMI und BMVtg um Vorschläge zur Neugestaltung der Feier gebeten. Er hatte dabei u. a. die Frage aufgeworfen, ob nicht die Hauptfeier künftig durch einen Staatsakt der Bundesregierung ersetzt werden solle, und zumindest eine stärkere Einwirkung der Bundesregierung auf deren Gestaltung gefordert. Vgl. Adenauers Schreiben an Schröder und Strauß vom 11. April 1960 und die Vermerke des Bundeskanzleramtes vom 7. April und 24. Juni 1960 in B 136/4931, weitere Unterlagen, auch zur Gestaltung im Jahr 1960 (am 13. Nov.), in B 122/5051.

8

Lübke hatte dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge bereits am 10. Nov. 1959 zugesagt, die Ansprache bei der Feier 1960 zu übernehmen und dies mit Schreiben des Bundespräsidialamtes an den Volksbund vom 30. März 1960 bestätigt (vgl. Vermerke des Bundespräsidialamtes vom 21. Nov. 1959 und 16. März 1960 sowie Schreiben vom 30. März 1960 in B 122/5051).

9

Fortgang 122. Sitzung am 21. Sept. 1960 TOP 2.

Extras (Fußzeile):