2.28.13 (k1960k): L. Einweihung eines Tannenberg-Denkmals in Polen

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 13. 1960Flugblatt des BeamtenbundesAm 16. August 1960 werden in Berlin neue Warenlisten und Vereinbarungen für den innerdeutschen Handel unterzeichnet Broschüre zur LebensmittelbevorratungSchreiben Adenauers betr. Salzgitter-Konzern

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[L. Einweihung eines Tannenberg-Denkmals in Polen]

Der Bundeskanzler weist darauf hin, daß die Polen demnächst ein Tannenberg-Denkmal einweihen sollen zur Erinnerung an ihren Sieg über die Kreuzritter im Jahre 1410 33. Der NATO-Rat habe sich mit dieser Sache befaßt, um ein einheitliches Vorgehen der in Polen akkreditierten Vertreter der NATO-Staaten bei dieser Gelegenheit sicherzustellen im Hinblick auf die zu erwartenden antideutschen Kundgebungen. Staatssekretär Dr. van Scherpenberg erklärt hierzu, es sei vom NATO-Rat noch kein Beschluß gefaßt worden mit Rücksicht auf Bedenken einiger kleinerer Länder. Der Bundeskanzler gibt dem Bundespressechef einen Hinweis für Bemerkungen über das russisch-polnische Verhältnis in den vergangenen Jahrhunderten.

33

Am 15. Juli 1410 hatte der polnische König Jagiello das Heer des Deutschen Ritterordens unter der Führung Ulrich von Jungingens bei Tannenberg, dem polnischen Grunwald, besiegt. - Das polnische Denkmal in Grunwald wurde am 15. Juli 1960 eingeweiht. Die Festreden enthielten nicht die befürchteten nationalistischen Schärfen. Vgl. dazu die „Frankfurter Allgemeine Zeitung" vom 18. Juli 1960, S. 3 („Gomulka dämpft bei Tannenberg die nationalen Töne").

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